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22.05.2017 | News-Bericht

Christoph Berlin nach nächtlichem Verkehrsunfall alarmiert

  • Nachteinsatz für die Berliner Luftretter auf der B 87 bei Schlieben. Symbolbild.
    Nachteinsatz für die Berliner Luftretter auf der B 87 bei Schlieben. Symbolbild.

Bereits im Mittelalter wurde die heutige Bundesstraße 87 als Verbindung zwischen Frankfurt/Oder und Leipzig genutzt. Die Bäume rechts und links der Straße spendeten den Menschen wohltuenden Schatten auf ihren langen Reisen. Heute teilen die Bäume leider auch ein trauriges Schicksal, denn regelmäßig kommt es an der B87 zu Verkehrsunfällen mit teils tödlichem Ausgang. Mitte April ist auf der Strecke zwischen Schlieben und Kolochau ein 27 Jahre alter Autofahrer mit dem Leben davon gekommen, als er am frühen Morgen mit seinem Pkw von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Dabei erlitt er schwere Kopfverletzungen, sein Beifahrer wurde ebenfalls verletzt. Da beide Insassen im Fahrzeug eingeklemmt waren, mussten sie zunächst von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend wurden sie von den bodengebundenen Rettungskräften und dem Notarzt vor Ort versorgt. Während der Beifahrer mit dem Rettungswagen in eine Klinik nach Herzberg transportiert wurde, forderte der Notarzt für den schwerverletzten Fahrer den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus Berlin an. Dieser ist bei Notfällen in der Hauptstadt und dem erweiterten Umland Tag und Nacht verfügbar.  

Es war 4:15 Uhr, als die Berliner Besatzung von der Leitstelle Lausitz zum 80 Kilometer Luftlinie entfernten Unfallort angefordert wurde. Die Piloten Roy Fleischer und Thomas Reimer, Notarzt Volker Zickenrott und Rettungsassistentin Maria Delbrück nahmen im Hubschrauber ihre Plätze ein und schon ging’s in die Luft mit Kurs auf Süd. Beide Piloten nutzten bei diesem Einsatz sogenannte Night Vision Goggles (NVG). Die Nachtsichtbrillen sind am Pilotenhelm befestigt und verstärken vorhandenes Restlicht. So haben die Piloten eine neue optische Orientierung in der Dunkelheit. Zur Landung am Unfallort schalteten die Piloten die NVGs aus, da die Feuerwehr einen passenden Landeplatz bereits vorbereitet und ausgeleuchtet hatte. Die medizinische Hubschrauberbesatzung übernahm den Patienten von den bodengebundenen Rettungskräften und bereitete ihn für den Transport in das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) vor, da diese Klinik schwerpunktmäßig auf die Behandlung von Unfallverletzten und Notfallpatienten ausgerichtet ist. Während des Fluges überwachten Notarzt und Rettungsassistentin den gesundheitlichen Zustand des 27-Jährigen, der nach der Ankunft am UKB direkt in den Schockraum gebracht wurde. Dort übergab die Crew den Patienten an das Schockraumteam und kehrte anschließend zu ihrer Station zurück.

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