07.05.2015 | News-Bericht

Christoph Dortmund auf fremdem Terrain

  • Ein Hubschrauber auf "Abwegen". Nach einem Patiententransport nach München wurde Christoph Dortmund zu einem Notfalleinsatz in der bayerischen Landeshauptstadt gerufen.
    Ein Hubschrauber auf "Abwegen". Nach einem Patiententransport nach München wurde Christoph Dortmund zu einem Notfalleinsatz in der bayerischen Landeshauptstadt gerufen.

Es ist früher Abend in München. Eine 22-jährige Frau steht auf einem Reiterhof hinter ihrem Pferd. Plötzlich tritt das Pferd nach hinten aus und trifft sie. Durch den Tritt in den Unterleib zieht sich die junge Frau schwere innere Verletzungen des Beckenbereichs zu. Schnelle Hilfe ist nun gefragt. Und sie kommt aus Dortmund.

Doch wie kam es dazu, dass am vergangenen Montag ausgerechnet Christoph Dortmund diesen Einsatz übernahm? Die Luftretter aus dem Ruhrgebiet mussten an diesem Tag zunächst eine Patientin von Wuppertal nach München verlegen. Eine Frau aus Düsseldorf war nach einem cardiogenen Schock – einem akuten, schweren Herzversagen – auf einen schnellen Transport in das Deutsche Herzzentrum in der bayerischen Landeshauptstadt angewiesen. „Der Hubschrauberflug dauerte in etwa zwei Stunden und zehn Minuten“, erinnert sich Pilot Alwin Vollmer. „Kurz vor dem geplanten Abflug meldete sich dann die Leitstelle München per Funk“, erzählt Vollmer. Da sich alle mit einem Notarzt besetzten Rettungskräfte im näheren Umkreis des Unfallorts im Einsatz befanden, darunter auch Christoph München, wurde der Hubschrauber aus Nordrhein-Westfalen als schnellstes Rettungsmittel zu der verunglückten jungen Frau auf den Reiterhof alarmiert.

Die Crew der DRF Luftrettung ist als erste vor Ort und wird im Laufe des Einsatzes durch die Feuerwehr unterstützt. Nach einem Bodycheck, bei dem der Körper von Kopf bis Fuß untersucht wird und der medizinischen Versorgung vor Ort wird die junge Frau vom Notarzt und Rettungsassistenten für den Transport mit einem Spineboard und einer Beckenschlinge immobilisiert. Anschließend bringt der Hubschrauber die 22-Jährige in den Schockraum des Städtischen Krankenhauses München. Nach der Übergabe an das Krankenhauspersonal macht sich die Crew wieder auf in Richtung Heimat. „Solche Einsätze fernab unserer Station stellen für uns kein Problem dar“, weiß Alwin Vollmer. „Es kommt gelegentlich vor, dass wir im Zielgebiet zu einem Notfalleinsatz alarmiert werden. Für uns Piloten ist das besonders, weil die Gegend unbekannt ist und man nicht jeden Hügel kennt“, sagt der erfahrene Pilot. „Dank der Navigation ist das aber kein Problem.“ Luftrettung kenne eben keine Grenzen.

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