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28.08.2015 | News-Bericht

Christoph München nachts zu Berghütte alarmiert

  • Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz. Blick durch neue Nachtsichbrille.
    Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz. Blick durch neue Nachtsichbrille.
  • Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz. Blick durch neue Nachtsichbrille.
    Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz. Blick durch neue Nachtsichbrille.
  • Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz.
    Christoph München nachts an der Rappenseehütte im Einsatz.

Ein Unfall kommt immer zum falschen Zeitpunkt. Dennoch spielen Tageszeit und Ort eine große Rolle dabei, wie schnell ein Notarzt bei den Verletzten eintreffen kann. Wird es Nacht über Deutschland und geschieht der Unfall zudem in abgelegenen, alpinen Regionen, kann in aller Regel nur noch der Hubschrauber schnelle Hilfe bringen und einen schonenden Transport in eine Klinik sicherstellen. So geschah es vor Kurzem auf der Rappenseehütte (Allgäu). Ein Hüttenbewohner war aus ca. 3 Metern Höhe gestürzt und auf den Rücken gefallen. Dabei hatte er sich vermutlich eine Fraktur der Wirbelsäule zugezogen. Da der Mann starke Schmerzen hatte, setzten die Hüttenbetreiber einen Notruf ab. Die Integrierte Leitstelle Allgäu alarmierte daraufhin die Bergwacht sowie den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus München, der auch nachts einsatzbereit ist. Um kurz nach Mitternacht erreichte die Crew mit den Piloten Willi Pfitzinger, Carsten Strahlendorff, Notarzt Dr. Markus Albertsmeier und Rettungsassistent Tobias Schumann den Unfallort in den Allgäuer Alpen. Ein Anflug auf die Hütte war problemlos möglich, da den Piloten der dortige Landeplatz bekannt war. Zudem bot die Hütte ausreichend Licht für eine sichere Landung. Sobald der Hubschrauber den Boden berührt hatte, eilten Notarzt und Rettungsassistent zu dem Verletzten. Sie untersuchten den 39-Jährigen eingehend, dann legte ihm der Rettungsassistent eine Halskrause an, um die Halswirbelsäule zu stützen. Der Hubschraubernotarzt verabreichte ihm Schmerzmittel. Kaum zeigten diese Wirkung, wurde der Patient auf eine Vakuummatratze gebettet. Einsatzkräfte der Bergwacht, die unmittelbar nach dem Hubschrauber eingetroffen waren, unterstützten die Luftretter bei der Immobilisation des Patienten sowie beim Transport zum Landeplatz. Dort wurde der 39-Jährige in den Hubschrauber verbracht, an den Überwachungsmonitor angeschlossen und im Klinikum Kempten angekündigt. Nach wenigen Flugminuten landeten die Münchner Luftretter am Klinikum und übergaben ihren Patienten den Fachärzten zur weiteren Diagnostik. Um 1:52 Uhr traf die Besatzung wieder an ihrer Station ein.

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