09.09.2019 | News-Bericht

Christoph Nürnberg bei abgestürztem Kind im Kletterwald

  • Die Rettung erfolgt mit einem Spine-Board, einer harten Unterlage, mit der Verletzte immobilisiert und stabilisiert werden können.
    Die Rettung erfolgt mit einem Spine-Board, einer harten Unterlage, mit der Verletzte immobilisiert und stabilisiert werden können.

Velburg liegt nicht weit östlich von Neumarkt in der Oberpfalz entfernt. Der dortige Baum-Kletterparcours, ein Waldlehrpfad und die Tropfsteinhöhle sind beliebte Ziele für einen Ausflug. Genau zu jenem Hochseilgarten wurde Christoph Nürnberg vor vier Tagen gerufen: Ein achtjähriges Mädchen war auf den mit Spannseilen gebildeten Pfaden zwischen den Bäumen unterwegs – und stürzte plötzlich aus etwa vier Metern Höhe ungesichert in die Tiefe.

Die Rettungsleitstelle beauftragte den bodengebundenen Rettungsdienst und Notarzt, zur Absturzstelle zu fahren. Die Bodenkräfte übernahmen die Erstversorgung des Kindes. Doch dann forderte der Notarzt zusätzlich einen Hubschrauber an: Der Mediziner hatte die Sorge, dass die Achtjährige sich bei dem Unglück eine Wirbelsäulenverletzung zugezogen haben könnte, die in einem entsprechenden Zentrum behandelt werden müsste. Deswegen alarmierte die Leitstelle wenig später auch noch Christoph Nürnberg.

Kurz darauf traf das Team der DRF Luftrettung ein und konnte die H 145 direkt an der Einsatzstelle landen. „Als wir ankamen, war das Mädchen bereits gut vorversorgt und auf einem Spineboard immobilisiert“, berichtet Notfallsanitäter Alexander Schuricht, der gemeinsam mit Hubschraubernotarzt Dr. Matthias Hohenhaus zum Kind lief. „Da die junge Patientin zudem auch über Bauchschmerzen klagte, führte Dr. Hohenhaus direkt eine Ultraschalluntersuchung mit unserem Sonographiegerät durch, um möglicherweise vorhandene, freie Flüssigkeit im Bauchraum zu suchen. Dieser Verdacht konnte zum Glück nicht bestätigt werden“, freut sich Schuricht.

Das Kind bekam etwas Schmerzmittel, um ihm die Situation zu erleichtern. Anschließend lud die Crew von Christoph Nürnberg die junge Patientin in den Hubschrauber, in dem sie behutsam ins Regensburger Klinikum geflogen wurde. Dort übergaben die Luftretter das Kind an die Spezialisten. Deren ersten Untersuchungen zeigten erfreulicherweise keine schweren Verletzungen. Dennoch wurde das Mädchen zur Überwachung auf der Kinderintensivstation stationär aufgenommen.

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