05.10.2018 | News-Bericht

Christoph Nürnberg hilft auf Rückflug neunjährigem Reiter

  • Schnelle Hilfe durch die Besatzung von Christoph Nürnberg erhielt kürzlich ein junger Reiter in Mittelfranken.
    Schnelle Hilfe durch die Besatzung von Christoph Nürnberg erhielt kürzlich ein junger Reiter in Mittelfranken.

Der 24 Stunden an jedem Tag des Jahres einsatzbereite Christoph Nürnberg der DRF Luftrettung ist ausgestattet wie eine „fliegende Intensivstation“. Deswegen wird er auch immer wieder alarmiert, um Menschen schnellstmöglich von einem Krankenhaus zu einem anderen zu transportieren, die in einem anderen, spezialisierten Klinikum weiterbehandelt werden müssen. Zu diesem Zweck setzen die fränkischen Luftretter eine H 145 ein, die zu den modernsten Hubschraubermodellen der Welt zählt und bei Tageslicht wie in völliger Dunkelheit die schnellste Möglichkeit zur Verlegung eines intensivpflichtigen Patienten darstellt.

Mit dieser rot-weißen H 145 waren die Luftretter aus Nürnberg an einem späten September-Nachmittag gerade auf dem Rückflug aus Bad Windsheim. Dorthin hatten sie einen Patienten aus dem Stuttgarter Katharinenhospital gebracht, der in Bad Windsheim in einer besonderen Reha-Einrichtung weitertherapiert werden musste. Wenige Augenblicke nach dem Start zum Rückflug erhielt die Crew die Anfrage der Rettungsleitstelle, ob sie einen Notfalleinsatz nahe ihrer Rückflugroute übernehmen könne. Denn, so die Leitstelle weiter, ganz in der Nähe sei ein neunjähriges Kind vom Pferd gestürzt und habe sich dabei schwer verletzt.

Selbstverständlich war das Team der DRF Luftrettung für diesen nächsten Einsatz sofort bereit. „Bereits drei Minuten später konnten wir auf einem Reiterhof in der Nähe von Illesheim landen“, berichtet Notfallsanitäter Alexander Schuricht, der an jenem Tag zur Besatzung von Christoph Nürnberg zählte. „Wir trafen als erstes Rettungsmittel bei dem Jungen ein, der noch in der Reithalle am Boden lag und von seiner Mutter sowie der Reitlehrerin betreut wurde.“ Sofort untersuchte Hubschraubernotarzt Dr. Igor Belugin den jungen Reiter. Da dieser nach dem Sturz kurz bewusstlos war und gegenüber dem medizinischen Team der DRF Luftrettung über Kopfschmerzen und Beschwerden im rechten Brustkorb klagte, entschieden sich alle Beteiligten, ihn direkt in ein überregionales Traumazentrum zu fliegen.

Zunächst versorgten Belugin und Schuricht ihn in einem Rettungswagen, der nach dem Hubschrauber ebenfalls zur Reithalle kam. Um bei möglichen Halswirbelschäden gefährliche Verschiebungen zu verhindern, wurde dem Neunjährigen vorsorglich eine Halskrause angelegt und ihm eine Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufs gegeben. Anschließend luden die Luftretter das Kind in den Hubschrauber. Auch die Mutter durfte einsteigen und während des gesamten Fluges nach Nürnberg ihren Sohn betreuen.

Dort kam Christoph Nürnberg nach kurzem Flug beim Klinikum Süd an, und nur eine Stunde nach dem Sturz aus dem Sattel konnte der Junge bereits in die Hände der spezialisierten Kinderärzte übergeben werden.

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