12.12.2019 | News-Bericht

Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg im Einsatz bei Weißenburg

  • Die Intensivtransporthubschrauber Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg stehen auf einer Wiese bei Nacht (Foto: Ralph Goppelt).
    Zusammen im Einsatz: Die beiden 24 Stunden dienstbereiten, bayerischen Intensivtransporthubschrauber Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg (Foto: Ralph Goppelt).
  • Eine Patientin wird bei Dunkelheit auf einen Intensivtransporthubschrauber auf einer Liege zugeschoben (Foto: DRF Luftrettung).
    Die Nürnberger Crew fliegt das junge Mädchen zur Weiterversorgung ins Klinikum Nürnberg (Foto: DRF Luftrettung).

An einem frühen Adventssonntag brechen vier junge Menschen zu einer gemeinsamen Autofahrt auf. Ihre Tour zwischen Weißenburg und Kehl führt die beiden 16- sowie zwei 18-Jährigen entlang eines dichten Waldgebiets. Plötzlich gerät der Wagen ins Schleudern, kommt von der Straße ab und prallt seitlich in eine Baumgruppe. Die Freunde werden schwer verletzt, die Minderjährigen sind sogar in dem völlig deformierten Wagen eingeklemmt.

Der Rettungsdienst ist kurz darauf vor Ort und macht sich ein Bild von den Verunglückten. Neben der Feuerwehr und einem bodengebundenen Notarzt fordern die zuständigen Leitstellen auch zwei Teams der DRF Luftrettung an: Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg. Die beiden 24 Stunden dienstbereiten, bayerischen Intensivtransporthubschrauber der gemeinnützigen Organisation sind am besten geeignet, die 16-jährigen Unfallopfer schnellstmöglich in geeignete Kliniken zu fliegen.

Um 18:25 Uhr ertönen auf der Regensburger Station daher die Rufmeldeempfänger: Die Piloten Georg Fuhrmann und Christian Leismann machen sich mit Hubschraubernotarzt Dr. Johannes Steinmann und Notfallsanitäter Robert Weißflog sofort auf den Weg. In Nürnberg startet derweil auch der dort stationierte Intensivtransporthubschrauber.

Kurz darauf landen die Piloten die Maschinen der DRF Luftrettung schon neben der Straße, in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle. Die bereits eingetroffene Feuerwehr hat den Besatzungen dafür eine Wiese ausgeleuchtet. Der bodengebundene Rettungsdienst behandelt unterdessen die 18-Jährigen.

Die Wehrkräfte befreien die zwei 16-jährigen Fahrzeuginsassen aus dem eingedrückten Pkw, so dass die medizinischen Teams von Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg die Jugendlichen umgehend versorgen können. Der Patient, um den sich Johannes Steinmann und Robert Weißflog kümmern, hat ein Wirbelsäulen- und ein Beckentrauma erlitten. Seine gleichaltrige Beifahrerin wird derweil von dem Notarzt und dem Notfallsanitäter von Christoph Nürnberg, Dr. Nicolai Korff und Alexander Schuricht, untersucht. Dr. Korff kann mittels des mobilen Ultraschallgeräts der DRF Luftrettung schnell innere Blutungen bei beiden Verunglückten ausschließen. „Die Patienten bekamen angewärmte Infusionen gegen die bereits einsetzende Unterkühlung sowie Schmerzmittel verabreicht“, erinnert sich Christoph-Nürnberg-Notfallsanitäter Alexander Schuricht.

Zügig werden die Unfallopfer in die Hubschrauber geladen. Rasch transportieren Schuricht und seine Kollegen das junge Mädchen zur Weiterversorgung ins Klinikum Nürnberg. Die andere Crew der DRF Luftrettung fliegt hingegen zum Universitätsklinikum Regensburg. Dort wird der 16-jährige Patient an die bereitstehenden Spezialisten übergeben. „Im Nachgang“, erzählt Alexander Schuricht, „stellten sich glücklicherweise bei beiden Personen keine lebensbedrohlichen Verletzungen heraus.“

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