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29.08.2017 | News-Bericht

Dramatischer Befund

  • Schnelle Hilfe aus der Luft für einen schwerverletzten Motorradfahrer: Christoph 43 war im Einsatz. Symbolbild.
    Schnelle Hilfe aus der Luft für einen schwerverletzten Motorradfahrer: Christoph 43 war im Einsatz. Symbolbild.

Nur noch eine kurze Überprüfung des Bauchraums, dann sollte der schwerverletzte Motorradfahrer in eine Spezialklinik geflogen werden. Hubschrauberärztin Dr. Eleni Katsadourou und Notfallsanitäter Raimund Kosa hatten den Mann von ihren bodengebundenen Kollegen übernommen. Die notärztliche Versorgung vor Ort war fast abgeschlossen, der Flug an Bord von Christoph 43 in eine Spezialklinik stand kurz bevor. Doch die Ultraschallbilder offenbarten etwas Unerwartetes: Den Verdacht auf ein lebensgefährliches Aneurysma.

„Wenn sich an der großen Bauchschlagader eine Aussackung bildet, ein sogenanntes Aneurysma, ist das für den Patienten sehr gefährlich", erklärt Raimund Kosa. „Platzt sie nämlich, treten innerhalb kürzester Zeit große Mengen Blut aus, die Betroffenen schweben in akuter Lebensgefahr", unterstreicht der erfahrene Notfallsanitäter, der seit vielen Jahren auf dem Karlsruher Hubschrauber der DRF Luftrettung Dienst leistet.

Dank des mobilen Ultraschallgeräts von Christoph 43 war die zusätzliche Gefahr im Bauch des ohnehin schon schwer verletzten Motorradfahrers jedoch entdeckt. Raimund Kosa erläutert, welchen Vorteil dies dem Verletzten brachte „Wir meldeten dem Städtischen Klinikum Karlsruhe unsere Verdachtsdiagnose. Die Bauchchirurgen dort konnten sich daraufhin schon zielgerichtet vorbereiten, sodass der OP-Saal gerichtet war und auch Blutkonserven bereit standen. Bei einem Aneurysma zählt jede Minute und so konnte wertvolle Zeit gespart werden."

Nach der notärztlichen Versorgung vor Ort flog die Crew von Christoph 43 den Patienten schnellstmöglich und schonend nach Karlsruhe. Die Untersuchungen im Schockraum bestätigten den Verdacht des Hubschrauberteams. Der Motorradfahrer wurde umgehend operiert.

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