16.12.2019 | News-Bericht

Drei Hubschrauber bei Explosions-Unglück

  • Im Vordergrund ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung sowie ein weiterer Rettungshubschrauber im Flug.
    Der Magdeburger Rettungshubschrauber flogen eine schwerverletzte Frau zur weiteren Behandlung in eine Klinik nach Halle.
  • Drei Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung stehen auf einem Sportplatz nebeneinander.
    Gemeinsam im Einsatz: Christoph 36 aus Magdeburg, Christoph 37 aus Nordhausen und der in Halle stationierte Christoph Sachsen-Anhalt.

Die, zum Teil unrichtigen, Meldungen über eine Explosion in Blankenburg (Harz) haben in den zurückliegenden Tagen regionale Nachrichtenportale bestimmt: In einem Mehrfamilienhaus ereignete sich vor gut einer Woche eine mächtige Detonation, die aber laut Polizei Magdeburg nicht im Zusammenhang mit angeblich in einer Wohnung aufbewahrter Munition stand. Dennoch führte der Zwischenfall dazu, dass ein Mann sein Leben verlor und bis zu 25 weitere Menschen verletzt wurden, einige von ihnen schwer. Eine an den Ereignisort angrenzende Kita wurde vollständig evakuiert. Dort gab es keine Verletzten, alle Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt.

Neben anderen Rettungshubschraubern und zahlreichen bodengebundenen Einsatzkräften – es war von bis zu 100 die Rede –, wurden auch Christoph 36 sowie Christoph 37 und Christoph Sachsen-Anhalt zur Unglücksstelle beordert. Die entsprechenden Teams der DRF Luftrettung flogen daraufhin umgehend nach Blankenburg.

Ersteintreffender Hubschrauber war der in Magdeburg beheimatete Christoph 36, der an dem fraglichen Tag mit dem Piloten Martin Wagner, Supervisionskommandant Marco Cramme sowie dem Hubschraubernotarzt Dr. Jörg Kugler und Notfallsanitäter Tobias Hartung als Crew besetzt war. Das Team der DRF Luftrettung nahm sich nach der Landung der Ehefrau des Mannes an, in dessen Wohnung die verheerende Explosion vermutlich ausgelöst wurde. Während für den 78 Jahre alten Mieter jede Hilfe zu spät kam, versorgten die Magdeburger Luftretter dessen Ehefrau und flogen sie anschließend ins Klinikum Bergmannstrost nach Halle. Dort existiert ein spezielles Brandverletztenzentrum. In diesem übernahmen Spezialisten die weitere Behandlung der Verbrennungen, die die Patientin bei dem Vorfall in Blankenburg erlitten hatte.

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