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10.02.2016 | News-Bericht

Drei Hubschrauber der DRF Luftrettung bei tragischem Zugunglück in Bad Aibling im Einsatz

  • Gekommen um zu helfen: Drei Hubschrauber der DRF Luftrettung waren nach dem schweren Zugunglück in Bad Aibling im Einsatz.
    Gekommen um zu helfen: Drei Hubschrauber der DRF Luftrettung waren nach dem schweren Zugunglück in Bad Aibling im Einsatz.
  • Insgesamt wurden mehrere hundert Rettungskräfte alarmiert, darunter auch mehrere Hubschrauber aus dem Umkreis.
    Insgesamt wurden mehrere hundert Rettungskräfte alarmiert, darunter auch mehrere Hubschrauber aus dem Umkreis.
  • Das Unglück geschah am frühen Morgen, zehn Menschen starben, rund 80 Verletzte mussten medizinisch versorgt werden.
    Das Unglück geschah am frühen Morgen, zehn Menschen starben, rund 80 Verletzte mussten medizinisch versorgt werden.

In Bad Aibling (Kreis Rosenheim) prallten gestern Morgen zwei Nahverkehrszüge aufeinander. Dabei verkeilten sich die Triebwagen, mehrere Waggons kippten um. Nach Angaben der Polizei sind zehn Menschen gestorben, rund 80 Fahrgäste wurden bei diesem tragischen Unglück verletzt, einige davon schwer. Um die vielen Verletzten aus den Zügen zu befreien und sie medizinisch zu versorgen, wurden mehrere hundert Einsatzkräfte aus dem Umkreis alarmiert, darunter auch die Besatzungen der DRF Luftrettung aus München, Regensburg und Nürnberg.

„Da das Unglück an einem eingleisigen Streckenabschnitt mitten in einem Waldstück passierte, war der Zugang zu den Patienten schwierig“, berichtet Johann Haslberger, Pilot an Bord von Christoph München. „Die Verletzten wurden daher zunächst zu einer Sammelstelle gebracht und von der ärztlichen Einsatzleitung untersucht. Anschließend wurden sie den verschiedenen Rettungskräften zugeteilt.“ Die Münchner Luftretter wurden mit der Versorgung einer Schwangeren beauftragt: „Die junge Frau hatte schwere Verletzungen im Bauch- und Brustbereich erlitten, dadurch bestand die Gefahr einer Fehlgeburt. Wir mussten sie schnellstmöglich in ein geeignetes Krankenhaus bringen“, berichtet der Münchner Hubschraubernotarzt Dr. Andreas Gärtner. Die Besatzung bereitete die Patientin für den Transport vor, schloss sie an das Monitoring zur Überwachung der Vitalwerte an, dann hob Christoph München auch schon ab. Nach der Übergabe der schwangeren Patientin an die Ärzte des Krankenhauses ging es für die Münchner Besatzung wieder zurück an die Unfallstelle, wo sie gemeinsam mit den Luftrettern aus Nürnberg und Regensburg vor Ort unterstützte, bis alle Verletzten versorgt waren.

Für die Rettungskräfte war dies kein alltäglicher Einsatz, der Schock sitzt tief nach diesem folgenschweren Unglück. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und bei den Angehörigen der Menschen, die diese schreckliche Tragödie nicht überlebt haben.

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