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07.09.2017 | News-Bericht

Drei Hubschrauber der DRF Luftrettung bei Verbrennungsopfern

  • Gleich drei Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden nach einem schweren Grillunfall benötigt. Christoph Regensburg, Christoph Weiden und Christoph Nürnberg waren schnell zur Stelle. Symbolbild.
    Gleich drei Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden nach einem schweren Grillunfall benötigt. Christoph Regensburg, Christoph Weiden und Christoph Nürnberg waren schnell zur Stelle. Symbolbild.

Einen schönen Spätsommerabend nutzt Anfang September eine Gruppe für eine private Feier auf einem abgelegenen Hof im Naturpark Oberpfälzer Wald. Um das schon leicht brennende Feuer in einem Kugelgrill stärker anzufachen, schüttet einer der Teilnehmer der Feier Benzin hinein – ein fataler, folgenreicher Fehler: Es kommt zur Verpuffung. Drei umstehende Männer erleiden schwerste zweit- bis drittgradige Verbrennungen. Die Rettungsleitstelle entsendet daraufhin nicht nur den bodengebundenen Notarzt und örtlichen Rettungsdienst zum Unglücksort – sondern gleich drei Hubschrauber der DRF Luftrettung. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich alle Verletzten so starke Verbrennungen zugezogen haben, dass sie in weiter entfernt gelegene, spezielle Verbrennungszentren gebracht werden müssen. Eine Annahme, die sich später bewahrheiten sollte.

Christoph 80 aus Weiden, Christoph Nürnberg sowie Christoph Regensburg sind daraufhin nach kurzer Flugzeit am Ort des Geschehens. „Wir wurden nach der Landung vom örtlichen Einsatzleiter in Empfang genommen und gebeten, uns um einen 20-Jährigen zu kümmern. Die beiden anderen Teams der DRF Luftrettung versorgten die zwei weiteren Verbrennungsopfer", berichtet Robert Weißflog, der als Notfallsanitäter mit Christoph Regensburg im Einsatz war.

„Alle Patienten lagen bei unserem Eintreffen im zum Anwesen gehörenden Wohnhaus. Gemeinsam mit den bodengebundenen Kollegen haben wir den uns zugeteilten Patienten zunächst in einen Rettungswagen gebracht. Unser Notarzt Dr. Thomas Metterlein hat ihn darin direkt behandelt und die Brandverletzungen versorgt. Nach Anschließen unseres Überwachungsmonitors, mit dem wir während des gesamten Fluges alle wichtigen Parameter wie Blutdruck oder den Puls fortgesetzt kontrollieren, haben wir den Patienten anschließend in unseren Hubschrauber umgelagert", berichtet Weißflog, der die Zusammenarbeit mit den bodengebundenen Einsatzkräften lobt. Zusätzlich sei der 20-Jährige in eine spezielle Heizdecke gehüllt worden, um ein gefährliches Absinken seiner Köpertemperatur auf dem Weg ins Krankenhaus zu vermeiden.

Es erwies sich als Vorteil, dass mit den drei Hubschraubern der DRF Luftrettung die schnellsten an jenem Septemberabend verfügbaren Rettungsmittel alarmiert worden waren: Alle drei Männer mussten, wie vermutet, wegen der Schwere ihrer Verbrennung unmittelbar vom Unglücksort in spezielle Zentren eingeliefert werden, die auf dem Landweg jedoch nur mit einer bis zu zweistündigen Anfahrt erreichbar gewesen wären. Auf dem Luftweg war das in erheblich kürzerer Zeit möglich. „Christoph 80 und Christoph Nürnberg brachten ihre Patienten in das Brandverletzungszentrum nach Nürnberg. Wir sind vom Unglücksort aus zum Verbrennungszentrum München-Bogenhausen geflogen, wo der 20-Jährige optimal medizinisch weiterversorgt werden konnte", schildert Robert Weißflog.

Der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung warnt vor dem Hintergrund des tragischen Zwischenfalls noch einmal alle Grillfans, gefährliche Brandbeschleuniger beim Grillen einzusetzen und ausschließlich dafür vorgesehene, zugelassene Anzünder zu benutzen: „Jedes andere Vorgehen kann, wie bei diesem Unglück, schwerste Folgen haben."

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