21.09.2020 | News-Bericht

DRF Stiftung Luftrettung unterstützt Resilienzforschung

  • Vorbereitung zur Probenentnahme: die Teilnehmenden der Studie werden über 60 Stunden überwacht, hier mittels Pulsuhr sowie mit der ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay), einem antikörperbasierten Nachweisverfahren (Quelle: Altenhofen D., CRMS 2019 – Fortbildung Einsatzmedizin 18F).
    Vorbereitung zur Probenentnahme: die Teilnehmenden der Studie werden über 60 Stunden überwacht, hier mittels Pulsuhr sowie mit der ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay), einem antikörperbasierten Nachweisverfahren (Quelle: Altenhofen D., CRMS 2019 – Fortbildung Einsatzmedizin 18F).
  • Im Arbeitsalltag arbeiten Einsatzkräfte regelmäßig interdisziplinär und unter Belastung zusammen. Dafür benötigt es auch eine resiliente Führung. In Lehrgängen und Übungen müssen solche Szenarien immer wieder trainiert werden.(Quelle: DRF Luftrettung)
    Im Arbeitsalltag arbeiten Einsatzkräfte regelmäßig interdisziplinär und unter Belastung zusammen. Dafür benötigt es auch eine resiliente Führung. In Lehrgängen und Übungen müssen solche Szenarien immer wieder trainiert werden.(Quelle: DRF Luftrettung)
  • Die Forschungsergebnisse der Hochschule Fresenius sollen dazu beitragen, dass Einsatzkräfte psychische Widerstandsfähigkeit erlernen, sogenannte Resilienz. (Quelle: DRF Luftrettung)
    Die Forschungsergebnisse der Hochschule Fresenius sollen dazu beitragen, dass Einsatzkräfte psychische Widerstandsfähigkeit erlernen, sogenannte Resilienz.(Quelle: DRF Luftrettung)

Die DRF Stiftung Luftrettung fördert die Resilienzforschung der Hochschule Fresenius mit ihrem gemeinnützigen Ableger, der Carl Remigius Medical School. In dem Projekt mit dem Titel „Psychische Resilienzforschung von luft- und bodengebundenen Einsatzkräften zur Verbesserung der Patientensicherheit“ wird in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren zusammen mit verschiedenen Projektpartnern untersucht, wie Einsatzkräfte Stresssituationen erleben und wie deren Bewältigung geschult werden kann. Dazu werden sich die Studierenden des Masterstudienganges „Krisen und Notfallmanagement“ mit diesem Vorhaben auseinandersetzen.

Zeitdruck bei einer Aufgabe, wegweisende Entscheidungen oder der ganz normale Arbeitsalltag: Stress im Beruf kennt jeder. Alle fühlen und interpretieren solche Situationen anders. Besonders regelmäßig erleben jedoch Berufstätige im Rettungsdienst, bei der Polizei oder bei der Bundeswehr die Psyche beeinträchtigende Ereignisse. Die Resilienzforschung der Carl Remigius Medical School soll dazu beitragen, dass Rettungskräfte psychische Widerstandsfähigkeit, sogenannte Resilienz, entwickeln und lernen, mit Stresssituationen besser umzugehen – ohne eine anhaltende Beeinträchtigung.

Ziel der aktuellen Resilienzforschung der Fachgruppe Notfallmedizin an der Hochschule ist es, Lehrinhalte zum Thema Resilienz in der Ausbildung sowie in Schulungen und Fortbildungen von Einsatzkräften auszubauen und zu optimieren. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Fragestellung, wie man Resilienz bewusst und gezielt fördern kann. „Das Forschungsvorhaben der Carl Remigius Medical School zur Resilienz erachten wir als sehr wichtig für alle, die sich für die Rettung von Menschenleben einsetzen. Dies war ein zentraler Beweggrund, die Studie mit Mitteln der Stiftung zu unterstützen“, erläutert Dr. h.c. Rudolf Böhmler, Stiftungsvorstand.

Aufbau der Studie zur Resilienzforschung

Die Studie der Hochschule baut auf eine Datenbank mit verschiedenen Stressparametern auf. Diese messbaren Hinweise für Stresssituationen wurden in einer Studie mit 50 Teilnehmenden entwickelt. Ab Oktober 2020 werden diese Parameter nun im Rahmen eines Lehrgangs für Einsatzkräfte in bestimmten Stresssituationen regelmäßig gemessen und somit deren Stressniveau in den jeweiligen Situationen ermittelt. Dabei werden Unfallszenarien mithilfe von Notfalldarstellern und Statisten nachgestellt und das Verhalten in echten Einsatzlagen sowie an der jeweiligen Belastungsgrenze eingeübt. Im weiteren Verlauf der Studie wird überprüft, inwiefern sich die im Lehrgang vermittelten Inhalte auf den Umgang mit Stresssituationen auswirken. Im März 2022 rechnet die Hochschule Fresenius mit ihrem gemeinnützigen Ableger, der Carl Remigius Medical School, mit ersten Ergebnissen aus dieser Studie, von denen Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen künftig profitieren können. „Wir sind stolz, dass wir diese Forschung unterstützen können, die einen direkten Bezug zum Einsatzalltag von Rettungskräften hat. Durch die Ergebnisse kann die Sicherheit aller Beteiligten, der Patienten, aber auch der Rettungskräfte, erhöht werden“, so Dr. h.c. Böhmler.


Förderung von Forschungsprojekten durch die DRF Stiftung Luftrettung

Zweck der DRF Stiftung Luftrettung ist die Verbesserung der weltweiten Notfallversorgung und medizinischen Hilfe, insbesondere durch Luftfahrzeuge. Sie unterstützt außerdem Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet der Notfallmedizin und deren Einsatz in der Luftrettung. Die Stiftung kann ferner Maßnahmen unterstützen, die der allgemeinen Gesundheitsvorsorge dienen.

Organisationen, Hochschulen, Unternehmen und Einzelpersonen können ihre Projekte ohne größeren bürokratischen Aufwand mittels eines Formulars bei der DRF Stiftung Luftrettung jederzeit einreichen. Die Koordination und Prüfung der Anträge erfolgen ehrenamtlich über ein Kuratorium, das mit hochrangigen Vertretern aus verschiedenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und medizinischen Bereichen besetzt ist. Die Förderung kann je nach Projekt und Antragsteller in unterschiedlicher Höhe gewährt werden. Das gesamte Fördervolumen wird jährlich durch den Stiftungsvorstand festgelegt.

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