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15.12.2016 | News-Bericht

Dunkler Rauch über Bremen

  • Christoph Weser der DRF Luftrettung im Flug zu einem Einsatz. Symbolfoto.
    Christoph Weser der DRF Luftrettung im Flug zu einem Einsatz. Symbolfoto.
  • Der Sattelschlepper ist bereits bis zur Unkenntlichkeit ausgebrannt.
    Der Sattelschlepper ist bereits bis zur Unkenntlichkeit ausgebrannt.

Der Neustädter Hafen in Bremen ist ein wichtiger Umschlagsort für Container aus der ganzen Welt. Über 700 Schiffe werden hier Jahr für Jahr abgefertigt. So auch am dritten Advent. Ein tonnenschwerer Sattelzug ist mit Autoscheinwerfern beladen und parkt auf dem Hafengelände. Die beiden Fahrer befinden sich im Lkw, als plötzlich Flammen aus dem Lkw schlagen. Innerhalb von Sekunden brennt nicht nur das Führerhaus lichterloh.

In zehn Kilometer Entfernung am Flughafen in Bremen: Notarzt Dr. Andreas Callies, Notfallsanitäter Kai Billert und Pilotin Adriana Langer laufen sofort zu ihrem Hubschrauber, als der Alarm durch die Leitstelle eingeht. „Aus der Luft konnten wir direkt eine große schwarze Rauchwolke sehen und landeten in sicherem Abstand zum Einsatzort, da unklar war, ob es möglicherweise noch zur einer Verpuffung kommen würde“, erzählt Pilotin Adriana Langer. Die beiden Schwerverletzten wurden bereits in zwei Rettungswagen in Sicherheit gebracht. Ein 30-Jähriger Mann wird der medizinischen Hubschrauberbesatzung der DRF Luftrettung zugewiesen, um den anderen Patienten kümmern sich die Kollegen von Christoph 6.

„Unser Patient war bei unserer Ankunft ansprechbar. Er hatte jedoch schwere Brandverletzungen im Gesicht und an den Händen erlitten. Wir mussten schnell handeln und den Mann intubieren, um seinen Atemweg zu sichern. Denn bei Brandverletzungen besteht die Gefahr, dass der Hals so anschwillt, dass die Patienten zu ersticken drohen“, schildert Notfallsanitäter Kai Billert die ersten Minuten vor Ort. Anschließend bekam der Patient Schmerzmittel gegen die starken Schmerzen. „Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Bei Brandverletzungen kühlen Patienten schnell aus und verlieren über die verbrannte Haut Wasser. Daher ist es wichtig, den Patienten in eine Thermodecke zu legen, ihn damit zu wärmen und stets darauf zu achten, dass der Blutdruck nicht abfällt und die Sauerstoffsättigung im Blut ausreichend ist“, fährt Billert fort.
 
Auf dem schnellsten Weg transportieren ihn die Luftretter nach der Versorgung vor Ort in das Universitätsklinikum in Lübeck, da dort ein sogenanntes Verbrennungsbett für den Patienten frei war. Sein ebenfalls schwer verletzte Kollege wurde von Christoph 6 nach Hamburg in ein Verbrennungszentrum geflogen.  „Von den Kollegen der Klinik in Lübeck erfuhren wir einige Tage später, dass es unserem Patienten den Umständen entsprechend gut geht. Wir wünschen ihm von Herzen einen guten Heilungsprozess“, so Pilotin Adriana Langer.

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