24.06.2019 | News-Bericht

Eiliger Transport eines drei Tage alten Jungen

  • Ein kleiner Junge muss an einer potentiell lebendbedrohlichen Herzverengung operiert werden. Er wird an Bord von Christoph Dortmund nach Bonn in die dortige Kinderklinik geflogen.
    Ein kleiner Junge muss an einer potentiell lebendbedrohlichen Herzverengung operiert werden. Er wird an Bord von Christoph Dortmund nach Bonn in die dortige Kinderklinik geflogen.

Der dritte Lebenstag eines Jungen: Im Klinikum Lüdenscheid findet die sogenannte „U2“, eine routinemäßige „Neugeborenen-Basisuntersuchung“ des Säuglings statt. Doch dabei machen die Ärzte der Stadt im Märkischen Kreis ein ernstes medizinisches Problem aus: Das Kind hat eine extrem kritische Verengung der Aortenklappe. Diese Fehlbildung ist der Grund dafür, dass das Blut nicht ungehindert durch den Klappenbereich fließen kann und sich im Herzen zurück staut. Eine schwere Verengung kann sogar Herzversagen zur Folge haben. Die Ärzte in Lüdenscheid kommen zu dem Schluss, dass eine zeitnahe Operation der „Aortenstenose“ genannten Erkrankung unbedingt notwendig ist.

Auf der Dortmunder Station der DRF Luftrettung geht deswegen wenig später ein Einsatzauftrag ein: Pilot Ulrich Weigang, Notarzt Dr. Uwe Reder und Notfallsanitäter Rasmus Böhme sollen nach Lüdenscheid fliegen. Der drei Tage alte Junge muss von Christoph Dortmund eilig nach Bonn gebracht werden. Im dortigen Kinderkrankenhaus kann die wichtige Operation der Verengung am Herzen durchgeführt werden.

Sofort startet das Dortmunder Team der DRF Luftrettung und kommt nach wenigen Flugminuten in Lüdenscheid an. Dort wird das Baby in einen Transport-Inkubator gelegt: In dem medizin-technischen Gerät herrschen kontrollierte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen. Der Säugling kann darin geschützt und zudem optimal überwacht befördert werden. Die BK 117, die als Christoph Dortmund eingesetzt wird, bietet die entsprechenden Vorrichtungen, um einen Inkubator jederzeit einbauen zu können und während des gesamten Fluges mit Strom zu speisen.

Zusätzlich zum Säugling nehmen die Dortmunder Luftretter in Lüdenscheid eine Kinderärztin sowie Kinderkrankenschwester des Krankenhauses mit an Bord. Die beiden Spezialistinnen sollen unterwegs bei der Versorgung und Überwachung des jungen Patienten helfen.

Der gesamte Vorgang wird sehr zügig erledigt, nach nur acht Minuten Aufenthalt in Lüdenscheid startet Ulrich Weigang bereits wieder mit dem Kind im Hubschrauber. 22 Minuten darauf landet der Pilot schon am Kinderkrankenhaus Bonn. Dort wird der Säugling sofort an die Spezialisten übergeben, die alle weiteren Schritte zur Behandlung der gefährlichen Verengung einleiten.

 

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Schneller Transport an Bord von Christoph Dortmund.
24.06.2019 | News-Bericht
Ein am Waldrand gelegenes Haus im Werdohler Stadtteil Pungelscheid: Dort stürzt an einem späteren Nachmittag von wenigen Tagen ein 83-jähriger Mann – und zieht sich dabei ein…