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12.07.2018 | News-Bericht

Eine lohnende Investition

  • Glück im Unglück hatte kürzlich eine Motorradfahrerin und kam mit leichteren Verletzungen davon.
    Glück im Unglück hatte kürzlich eine Motorradfahrerin und kam mit leichteren Verletzungen davon.

Es ist ein sonniger Sommernachmittag. Auf der Bundesstraße 33, in Höhe der nord-westlich des Bodensees gelegenen Ortschaft Steißlingen, ist eine Motorradfahrerin mit ihrer Maschine unterwegs. Die Mitdreißigerin schert zum Überholen auf die linke Fahrbahnhälfte aus. Unglücklicherweise naht von hinten ein Pkw heran – und trifft mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometern auf das Zweirad. Die Motorradfahrerin stürzt und wird dabei verletzt.  

„Wir waren an jenem Tag vor zwei Wochen gerade auf dem Rückflug von der Universitätsklinik Tübingen“, erinnert sich Roy Fleischer, Pilot von Christoph 11. Von dort wollte dessen in Villingen-Schwenningen beheimatetes Team der DRF Luftrettung nach Beendigung eines vorausgegangenen Einsatzes eigentlich zurück zur Station fliegen. „Doch als wir auf Höhe Rottweil waren, hat uns die Leitstelle Konstanz angefunkt und nach Steißlingen alarmiert“, so Fleischer weiter. Sofort ändert er den Kurs und steuert die rot-weiße H 145 in Richtung Unfallstelle.  

Dort sind unterdessen zwar Ersthelfer dabei, die verunglückte Frau zu versorgen. Wenig später trifft auch ein Rettungswagen ein – der, anders als Christoph 11, jedoch nicht mit einem Notarzt besetzt ist. „Aufgrund der Lagemeldung hat die Leitstelle aber entschieden, dass ein Notarzt vor Ort dringend erforderlich ist. Und wir waren zu jenem Zeitpunkt das Rettungsmittel, das am schnellsten einen Notarzt zum Unfallort bringen konnte“, führt Pilot Fleischer weiter aus.  

Als er daraufhin mit seinen Kollegen, dem Notfallsanitäter Andreas Schuhbauer und dem Hubschraubernotarzt Dr. Manfred Kleimaier, über der Bundesstraße ankommt, wird diese in Richtung Radolfzell voll gesperrt, so dass das Team der DRF Luftrettung sofort landen und zur verletzten Frau eilen kann. „Sie hatte extrem viel Glück bei dem Unfall, sicher auch durch ihre Schutzkleidung, die wohl nagelneu war“, erzählt Roy Fleischer. „Diese Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt!“ Gleichwohl hat sich die Motorradfahrerin dennoch eine Schlüsselbeinfraktur und eine Gehirnerschütterung zugezogen, wie die Untersuchung des medizinischen Teams von Christoph 11 ergibt. In Anbetracht des Unfallhergangs sind diese Verletzungen jedoch vergleichsweise glimpflich. Die Patientin wird anschließend im Rettungswagen nach Singen ins Klinikum gefahren, wobei sie von Dr. Kleimaier begleitet und überwacht wird. 

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