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10.11.2017 | News-Bericht

Einsatz aller technischen Möglichkeiten für das Patientenwohl

  • Optimal für Nachteinsätze geeignet: Christoph Thüringen der DRF Luftrettung. Symbolbild.
    Optimal für Nachteinsätze geeignet: Christoph Thüringen der DRF Luftrettung. Symbolbild.

Schlaganfälle zählen – neben Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen – noch immer zu den Haupttodesursachen in Deutschland. Der Gefäßverschluss einer Hirnarterie, der als „Schlaganfall“ bezeichnet wird, ist ein potentiell lebensbedrohlicher medizinischer Notfall, der sofortige Behandlung erfordert.

An einem herbstlichen Abend vor zwei Wochen wurden die Luftretter aus Bad Berka wegen eines Patienten zu Hilfe gerufen, der einen Schlaganfall erlitten hatte. Der 80-jährige Mann befand sich bereits im Klinikum Plauen. Um ihn jedoch bestmöglich versorgen und die Folgen des erlittenen Schlaganfalls minimieren zu können, entschieden die dortigen Ärzte, ihn in eine Klinik in der Landeshauptstadt Erfurt bringen zu lassen, die in einer „Stroke Unit“ spezielle Behandlungsmöglichkeiten bietet.

„Dafür ist Christoph Thüringen ideal geeignet“, erklärt Pilot Heiko Unterburger. „Wir können mit unserer medizintechnischen Ausstattung Patienten während des Fluges versorgen wie auf einer Intensivstation. Unser Notarzt überwacht den Patienten lückenlos und kann, wenn nötig, auch weitere Maßnahmen durchführen. Außerdem sind wir erheblich schneller als jeder Rettungswagen.“

Zusammen mit dem Notarzt, einem Rettungsassistenten sowie einem zweiten Piloten machte sich Pilot Unterburger deswegen gleich nach der Alarmierung auf den Weg von der Luftrettungsstation Bad Berka nach Plauen – und startete damit außerdem zum 1.000 Einsatz des laufenden Jahres.

Die bereits hereingebrochene Dunkelheit war für Christoph Thüringen dabei kein Problem: Beide Piloten im Cockpit verfügen über viel Nachtflugerfahrung und nutzen Nachtsichtbrillen. „Unsere EC 145 ist mit der entsprechenden Technik ausgestattet, das sorgt für die höchstmögliche Sicherheit bei Einsätzen während der Abend- und Nachtstunden“, erläutert Fachmann Unterburger.

Auf dem Hinflug nach Erfurt entschieden die beiden Piloten zudem, unter Instrumentenflugbedingungen zu fliegen. „Das bedeutet, dass wir am Klinikum Plauen gestartet und von der Bodenradarkontrollstelle geleitet über die Wolkendecke gestiegen sind und dann in Erfurt für den Anflug die Technik des dortigen Flughafens genutzt haben. In unserem rot-weißen Hubschrauber sind alle erforderlichen Komponenten verbaut, und sowohl mein Kollege als auch ich haben die Ausbildung und Berechtigung für einen Flug unter Instrumentenbedingungen.“ Die beiden Luftretter steuerten also zunächst den Flughafen in der Thüringischen Landeshauptstadt an, gingen dort zum Landeanflug und drehten kurz vor dem Aufsetzen auf dem Flughafen in Richtung Klinik ab.

„Beim Anflug auf den Flughafen sind wir wieder unter die Wolkendecke gegangen und konnten die letzten Meter vom Flughafen wieder auf Sicht bis zur Klinik fliegen“, erklärt Heiko Unterburger.

Der 80-Jährige konnte so schnell, wie es aufgrund des lebensbedrohlichen Notfalls geboten war, in die Spezialklinik nach Erfurt gebracht werden. Dort standen bei Eintreffen von Christoph Thüringen schon Spezialisten bereit, die den Schlaganfall behandelten.

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