15.02.2019 | News-Bericht

Einsatz an der Langlaufloipe

  • Landung auf der Loipe: Christoph 11 wurde alarmiert, um unterkühlten Langläufer in eine Klinik zu fliegen.
    Landung auf der Loipe: Christoph 11 wurde alarmiert, um unterkühlten Langläufer in eine Klinik zu fliegen.

Kaltenbronn ist eine der Hauptattraktionen im Naturpark Schwarzwald. Sommers wie winters ziehen die dortigen Hochmoore und Naturschutzgebiete Wanderer an, ebenso ist die waldreiche Region zwischen Enz- und Murgtal ein beliebtes Wintersportgebiet. Nicht nur zwei Schlepplifte für Abfahrer stehen zur Verfügung: Rund 65 Kilometer Loipen wie beispielsweise die wunderbar gespurte „Teufelsmühlenrunde“ begeistern Langläufer, die hier auf etwa 800 bis 900 Metern Höhe gerne im Naturschnee ihre Bahnen ziehen.

Auch ein 67-Jähriger schnallte sich in Kaltenbronn bei Gernsbach Ende Januar seine Ski unter und brach gegen 17 Uhr zum Langlauf auf. Unterwegs geriet der Mann jedoch in einen Schneesturm, verlor die Orientierung und irrte die ganze Nacht im Wald umher. Erst am darauffolgenden Vormittag wurde der Skifahrer gefunden. Bei seinem unfreiwillig langen Aufenthalt in der winterlichen Kälte hatte er neben einer Unterkühlung ebenso Erfrierungen an Händen und Füßen erlitten – und brauchte darum dringend medizinische Hilfe.

Als erste Helfer waren die Bergwacht und ein bodengebundener Notarzt bei dem 67-Jährigen. Doch die Leitstelle Mittelbaden alarmierte zusätzlich Christoph 11 in Villingen-Schwenningen, damit ein bestmöglicher und schneller Transport des Verirrten zu einer geeigneten Klinik sichergestellt werden konnte. Die Piloten Simon Lehrich und Oliver Frechen starteten daraufhin den rot-weißen Hubschrauber und flogen gemeinsam mit ihren Kollegen, dem Hubschraubernotarzt Dr. Alexander Straub sowie dem Notfallsanitäter Tobias Ziegler in das etwa 85 Kilometer vom Luftrettungszentrum entfernt liegende Waldgebiet. Dort galt es bei der Landung, nicht nur dem tiefen Schnee die volle Aufmerksamkeit zu widmen, sondern auch den zahlreichen Bäumen, die rechts und links der Loipe stehen. Zwischen verschneiten Tannen setzte Oliver Frechen die rot-weiße H 145 der DRF Luftrettung behutsam auf.

Sofort nach der Landung kümmerten sich Dr. Alexander Straub und Tobias Ziegler um den von der Kälte schwer gezeichneten Patienten. Nach der ersten Versorgung an der Langlaufloipe wurde er in den Hubschrauber geladen und vom Team von Christoph 11 innerhalb weniger Minuten ins Marienhospital Stuttgart geflogen. Dort konnten die Unterkühlung und die Erfrierungen des unglücklichen Wintersportlers weiter behandelt werden.

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