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11.08.2017 | News-Bericht

Einsatz vor der Haustüre der DRF Luftrettung

  • Da staunten die Mitarbeiter der Verwaltung in Filderstadt nicht schlecht, als „ihr“ Christoph 41 aus Leonberg direkt neben dem Gebäude im Rahmen eines Notfalleinsatzes landete.
    Da staunten die Mitarbeiter der Verwaltung in Filderstadt nicht schlecht, als „ihr“ Christoph 41 aus Leonberg direkt neben dem Gebäude im Rahmen eines Notfalleinsatzes landete.

Flugzeuge starten und landen im Minutentakt, Hubschrauber der Polizei fliegen in einiger Entfernung am Verwaltungsgebäude der DRF Luftrettung vorbei – so weit, so gewöhnlich für diese Lage direkt am Flughafen in Filderstadt. In dieser Woche wurden die Rotorengeräusche eines Hubschraubers jedoch immer lauter und lauter. Die Mitarbeiter der DRF Luftrettung im Inneren des Gebäudes staunten nicht schlecht: Plötzlich flog ein rot-weiß lackierter Hubschrauber an den Fenstern vorbei und landete direkt neben dem Haus auf einer Wiese. Es war einer „ihrer“ Rettungshubschrauber, Christoph 41 aus Leonberg. So etwas hat es zuvor noch nicht gegeben, doch die Freude über den unerwarteten Besuch wich, als der wahre Grund deutlich wurde: Er entpuppte sich als dringender Notfalleinsatz.

Sofort nach der Landung eilte die medizinische Crew zu einer älteren Frau. „Die Patientin hat bei einem Treppensturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten, also eine lebensgefährliche Verletzung im Kopfbereich, die mit einer Schädigung des Gehirns einhergehen“, erklärt Dirk Gockeler, leitender Notfallsanitäter der Station. „Die Patientin war von den bodengebundenen Kollegen schon bestens auf den anstehenden Transport vorbereitet. Sie war intubiert, beatmet und fachgerecht auf einem Spineboard immobilisiert, so konnte sie schon wenige Minuten nach der Landung zum Hubschrauber getragen werden“, so Gockeler.

Bei dem Einsatz im „Vorgarten“ der DRF Luftrettung kam es so zu einem unerwarteten Wiedersehen: Unter den bodengebundenen Rettungskräften befand sich ein Notarzt, der lange Jahre selbst als Hubschraubernotarzt mit den rot-weißen Luftrettern aus Stuttgarter geflogen ist. Er war es auch, der einen Rettungshubschrauber nachalarmiert hatte, damit die Frau schnellstmöglich und schonend in die geeignete Klinik transportiert werden konnte. Nach wenigen Minuten hob der Leonberger Rettungshubschrauber mit der Patientin an Bord bereits wieder ab und machte sich auf den direkten Weg in das Katharinenhospital in Stuttgart.

Alltag für die Luftretter, ein bewegender Moment für die Mitarbeiter in der Verwaltung. Dieses Ereignis hat ihnen, die abseits des realen Einsatzgeschehens im Hintergrund arbeiten, einmal mehr gezeigt, wofür sie täglich arbeiten.

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