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05.01.2018 | News-Bericht

Eiskletterer stürzen 70 Meter in die Tiefe

  • Die Fresacher Flugretter waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort.
    Die Fresacher Flugretter waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort.
  • Mit einem Bergesack musste einer der schwerverletzten Eiskletterer vom Fuß des Berghangs gerettet werden.
    Mit einem Bergesack musste einer der schwerverletzten Eiskletterer vom Fuß des Berghangs gerettet werden.
  • Während der Versorgung landete der Pilot von RK-1 den Hubschrauber auf einem Zwischenlandeplatz.
    Während der Versorgung landete der Pilot von RK-1 den Hubschrauber auf einem Zwischenlandeplatz.

Dezember in Osttirol: Die Wasserfälle an den umliegenden Berghängen waren in großen Eiszapfen zugefroren. Mit Steigeisen und Spezialgeräten bahnten sich zwei Kletterer ihren Weg durch die eisige Steilwand. Rund 70 Meter über dem Boden verloren die beiden den Halt und stürzten in die Tiefe.

Kurz darauf wurde RK-1, Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung, alarmiert. Die Fresacher Besatzung befand sich gerade am Bezirkskrankenhaus Linz, nachdem sie dort einen Patienten zur weiteren Versorgung übergeben hatte. Mit an Bord nahmen die Flugretter auch den Einsatzleiter des Bergrettungsdienstes auf. „Nach einem kurzen Erkundungsflug sichteten wir die zwei Verletzten, die am Fuße des vereisten Wasserfalls an einer schmalen Wandbank zum Liegen gekommen waren“, berichtete die Besatzung. Nach einem kurzen Briefing entschied sich die Crew, den Flugretter Wolfgang Schulzer und Notarzt Dr. Andreas Ehgarter mit dem medizinischen Equipment per Rettungswinde, die von HEMS-TC Wolfgang Linzer bedient wurde, zu den verletzten Personen abzuseilen. Während der notärztlichen Versorgung der beiden Patienten landete Pilot Tilmann Blaich den Hubschrauber an einem Zwischenlandeplatz.

Notarzt Dr. Andreas Ehgarter und Rettungssanitäter Wolfgang Linzer stellten schwere Verletzungen bei den beiden Eiskletterern fest. Einer hatte beim Absturz ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, der andere einen offenen Unterschenkelbruch. Mittels Rettungsdreieck und Winde wurde der erste Mann nach der notärztlichen Versorgung durch den Flugretter an Bord des Hubschraubers geholt. Der andere musste durch die Crew von RK-1 mittels Bergesack und Winde aus dem unwegsamen Gelände gerettet werden. Zur weiteren Versorgung wurden die zwei Schwerverletzten mit den anwesenden Notarzthubschraubern in ein Krankenhaus geflogen.

„Im Einsatz arbeiteten die zwei Notarzthubschrauber, RK-1 der ARA Flugrettung und Martin 7, sowie der Polizeihubschrauber Libelle Tirol sehr gut Hand in Hand. Auch die Zusammenarbeit mit der alpinen Einsatzgruppe der Polizei und dem Bergrettungsdienst lief von Anfang bis Ende einwandfrei“, erzählte die Besatzung nach dem Einsatz.

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