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24.11.2016 | News-Bericht

Ende eines Schneespaziergangs

  • Schwierige Bedingungen bei der Rettung einer verletzten Spaziergängerin. Hubschrauberbesatzung, bodengebundene Rettungskräfte und die Bergwacht arbeiteten Hand in Hand.
    Schwierige Bedingungen bei der Rettung einer verletzten Spaziergängerin. Hubschrauberbesatzung, bodengebundene Rettungskräfte und die Bergwacht arbeiteten Hand in Hand.

Tiefverschneite Waldwege, glitzernde Kristalle, die von den Bäumen stäuben – der Winter hat unbestritten seine schönen Seiten. Der frühe Schnee lockte Mitte November viele Menschen in die Natur, besonders im Schwarzwald genossen Wanderer und Wintersportler den Saisonauftakt.

Für eine Frau endete ein Winterspaziergang nahe der Schwarzwaldhochstraße leider jedoch nicht wie geplant. Sie blieb nach einem Sturz in unwegsamem Gelände liegen und rief ihren Mann an. Dieser alarmierte den Rettungsdienst und beschrieb den Einsatzort nach den Informationen seiner Frau. Die Leitstelle Mittelbaden alarmierte Christoph 43 der DRF Luftrettung. Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter starteten unverzüglich, umflogen einige Berge und Nebellagen und erreichten sicher den Parkplatz an der Skiliftanlage Unterstmatt.

Hier machten sich Hubschraubernotarzt Dr. Christoph Hirsch und Notfallsanitäter Marcus Sandrock unverzüglich auf in den verschneiten Wald. Ein Passant führte sie zur rund zehn Minuten Fußmarsch entfernten Stelle, an der sich die Spaziergängerin befand. Sie hatte sich bei ihrem Sturz den Fuß schwer verletzt und litt unter sehr starken Schmerzen.

„Schon auf dem Weg zur Patientin war klar, dass wir die bodengebundenen Kollegen und die Bergwacht brauchen würden, um die Verletzte aus dem Wald zu bringen", erinnert sich Marcus Sandrock. „Sehr hilfreich war, dass wir mit Digitalfunk ausgerüstet sind, da wir im Wald keinen Handyempfang hatten. So konnten wir trotzdem unseren Piloten Jens Kurschat mit unserem Handfunkgerät anfunken und ihm wichtige Informationen für die anrückenden Kollegen durchgeben."

Dr. Hirsch und Marcus Sandrock gaben der Patientin über einen intravenösen Zugang Schmerzmittel und schienten den verletzten Fuß. Dann trafen die Besatzung eines Rettungswagens und die Bergwacht ein. Mit vereinten Kräften brachten die Retter die Patientin mit einer Gebirgstrage zum Rettungswagen. Anschließend wurde diese zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Marcus Sandrock unterstreicht, wie wichtig die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei diesem Einsatz war: „Die Verletzung allein war nicht lebensbedrohlich, die Umstände jedoch schon. Bei kalten Temperaturen kühlt ein Mensch schnell aus, was innerhalb kurzer Zeit sehr gefährlich werden kann. Hier hat aber alles sehr gut funktioniert, alle haben Hand in Hand gearbeitet, um die Patientin so schnell wie möglich aus ihrer Lage zu befreien. Es hat sich auch wieder gezeigt, dass wir mit Christoph 43 gerade in den Höhenlagen des Schwarzwaldes einfach unschlagbar schnell vor Ort sind."

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