23.09.2019 | News-Bericht

Ereignisreicher Mittwoch für Christoph Weser

  • Am Strand der Insel Langeoog versorgt das Bremer Team der DRF Luftrettung einen Mann mit Schmerzen in der Brust.
    Am Strand der Insel Langeoog versorgt das Bremer Team der DRF Luftrettung einen Mann mit Schmerzen in der Brust.

Ein einsatzreicher Tag liegt vor der Besatzung von Christoph Weser. Bereits am Morgen bricht die Crew um Pilot Ingo Reckermann, Hubschraubernotarzt Jorrit Willrodt und Notfallsanitäter Felix Ober Richtung Langeoog auf: Bei einer Schwangeren ist die Fruchtblase geplatzt. Das Bremer Team der DRF Luftrettung soll die 28-Jährige rasch zur Entbindung in eine Klinik aufs Festland fliegen. Nachdem sich die Crew auf den Weg gemacht hat, erreicht sie bald darauf den Einsatzort und bereitet die junge Frau für den Lufttransport vor. Die Wehen haben bei ihr noch nicht eingesetzt. Umgehend bringt Christoph Weser die werdende Mutter in eine Klinik nach Wilhelmshaven.

„Nach Abgabe der Patientin im Kreißsaal, bekamen wir den nächsten Einsatz von der Leitstelle“, erzählt Felix Ober. Der führt die Besatzung erneut nach Langeoog: Am Strand der ostfriesischen Insel klagt ein 47-Jähriger über Druck und Schmerzen in der Brust. Wieder startet Pilot Reckermann die Triebwerke der rot-weißen BK 117, und die Crew fliegt in der Maschine der DRF Luftrettung los. „Da wir die Ortsangabe ,Strand‘ bekommen hatten, flogen wir den Badestrand in West-Ost-Richtung ab. Durch die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) wurde ein Landefeld abgesperrt und der Hubschrauber eingewiesen“, berichtet Ober von der Ankunft auf Langeoog. Nachdem Ingo Reckermann die BK 117 aufgesetzt hat, steigt das medizinische Team von Christoph Weser aus, eilt zu dem 47-Jährigen und kümmert sich um den Mann. „Nach der Untersuchung und Versorgung des Patienten im Schatten der Strandmuschel flogen wir ihn zum Ausschluss eines Herzinfarkts in das Klinikum Aurich“, erläutert der Notfallsanitäter. Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte sei perfekt gewesen, hebt er hervor: „Das Engagement der DLRG war wirklich vorbildlich und so nicht selbstverständlich.“ Nach der Übergabe des 47-Jährigen an die weiterbehandelnden Ärzte landet Christoph Weser zum Auftanken in Emden, ehe sich die Bremer Luftretter wieder zurück zu ihrer Heimatstation begeben.

Doch lange bleiben Ingo Reckermann, Jorrit Willrodt und Felix Ober nicht in der Hansestadt. Um 17.50 Uhr geht erneut eine Alarmierung ein: Ein 16-jähriges Unfallopfer, das im Krankenhaus in Leer liegt, soll verlegt werden. Der junge Radler ist von einem Motorrad erfasst worden, hat sich bei dem Unglück das Becken gebrochen. Doch auch eine Verletzung der Bauchorgane kann bei dem Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden, weshalb er eiligst in eine Spezialklinik nach Oldenburg gebracht werden muss. Rasch holt die Besatzung der DRF Luftrettung den verunglückten Fahrradfahrer ab und fliegt den Verletzten zu seiner Weiterbehandlung in die niedersächsische Stadt. Von dem Oldenburger Krankenhaus aus treten Reckermann, Willrodt und Ober schließlich den Rückweg an.

Kaum in Bremen gelandet, schrillen erneut die Rufmeldeempfänger der hanseatischen Luftretter. Die Leitstelle beordert die Crew um kurz vor 20 Uhr zu ihrem letzten Einsatz des Tages nach Grasberg. In der Gemeinde im Landkreis Osterholz benötigt eine 67-Jährige die Hilfe von Christoph Weser. Nach dem Start kommt das Team schon nach wenigen Minuten in Grasberg an und Ingo Reckermann landet die Maschine der DRF Luftrettung auf einer Wiese direkt an der Einsatzstelle. Ein Rettungswagen trifft ebenfalls ein. Die medizinische Besatzung von Christoph Weser untersucht die Patientin eingehend. „Diese hatte eine akute Verschlechterung ihrer neurologischen Erkrankung“, erklärt Notfallsanitäter Felix Ober. Gemeinsam mit Jorrit Willrodt versorgt er die Frau, die von dem Rettungswagenteam zur Weiterbehandlung in das naheliegende Klinikum Bremen-Ost gefahren wird. Auf der Fahrt zum Krankenhaus begleitet der Hubschraubernotarzt die 67-Jährige. Im Bremer Krankenhaus angekommen, übergibt er die Patientin schließlich an die Ärzte in der neurologischen Spezialabteilung der Klinik.

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