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02.02.2017 | News-Bericht

Erfahrungs- und Gedankenaustausch beim Christoph 47-Tag

  • Zum zweiten Mal fand in Greifswald der Christoph 47-Tag statt und bot Möglichkeit zum Austausch.
    Zum zweiten Mal fand in Greifswald der Christoph 47-Tag statt und bot Möglichkeit zum Austausch.

Eine der Kernkompetenzen der DRF Luftrettung ist die medizinische Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten. Damit auch die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Einsatzkräften im Notfall optimal funktioniert, veranstaltet die DRF Luftrettung regelmäßig Christoph-Tage an den Stationen. Diese notfallmedizinischen Fortbildungen stehen sowohl für die eigenen Mitarbeiter als auch für die Partner des bodengebundenen Rettungsdienstes und aus den Kliniken der Region offen. Ziel ist es, den Austausch über Erfahrungen und aktuelle Themen zu ermöglichen, aber auch das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Vergangene Woche luden die Greifswalder Luftretter zu ihrem 2. Christoph 47-Tag ein und rund 70 Interessierte nahmen diese Möglichkeit zum Gedankenaustausch wahr. „Dies zeigt, wie sehr die Weiterbildung angenommen wird“, freut sich Volker Grundmann, Stationsleiter in Greifswald.

Welchen Einfluss die Luftrettung auf die Qualität der Notfallrettung hat, zeigte Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung und hob die Vorteile des Hubschraubers als schnelles Rettungs- und schonendes Transportmittel hervor. Die Qualität eines Rettungsmittels sei dabei von der jeweiligen Ausstattung abhängig. Als Beispiele nannte Dr. Braun das Videolaryngoskop, das Sonographiegerät und die Reanimationshilfen, die in den rot-weißen Hubschraubern zum Einsatz kommen. Auch die Ausbildung des Personals sei ein wichtiger Faktor.

Themenschwerpunkt des Christoph-Tages waren Rettungsleitstellen. Die Disponenten sind es, die unter hohem Entscheidungsdruck stehen und beim Eingang eines Notrufes in Sekundenschnelle entscheiden, welches notarztbesetze Rettungsmittel alarmiert wird. Zusätzliche Herausforderung stellen dabei Veränderungen der Leitstellenarbeit hin zur Hilfestellung im Notrufdialog oder wachsende Leitstellengrößen dar. Dass Crew Ressource Management in der Leitstelle mehr als eine Modeerscheinung ist, machte Achim Hackstein, Leiter der RLS Nord, in seinem Beitrag deutlich. Nicht nur die Technik einer Leitstelle entscheidet über den Erfolg, sondern vor allem die Arbeit im Team. Das A und O ist Kommunikation. Wie am Einsatzort zwischen den beteiligten Rettungskräften, so gilt auch hier, ständigen Informationsaustausch sicherzustellen und die eigenen Verhaltensweisen in kritischen und komplexen Situation im Nachhinein zu reflektieren. Kommunikationsstrategien geben Struktur und garantieren, dass Einsätze effektiv und immer zum Wohle des Patienten abgewickelt werden. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde in der Runde über Aussehen, Wirkung und Probleme von illegalen Drogen debattiert.

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Von links nach rechts: Ernst Peleikis, Fachbereichsleiter Luftrettung, Jörg Hasselmann, 1. Stellvertreter der Landrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald,  Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, Volker Grundmann, Pilot an Bord von "Christoph 47", Dietrich Schneider, Unternehmensbereichsleiter Sonstige Leistungserbringer der AOK Nordost, Prof. Dr. Michael Wendt, Direktor der Poliklinik und Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Greifswald und Burkhard Piper, Pilot an
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