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12.04.2017 | News-Bericht

Explosion im Wohnmobil

  • Schwere Verbrennungen und Verätzungen trug eine Frau davon, als bei Urlaubsvorbereitungen die Batterie ihres Wohnmobils explodierte.
    Schwere Verbrennungen und Verätzungen trug eine Frau davon, als bei Urlaubsvorbereitungen die Batterie ihres Wohnmobils explodierte.

Natur, Freiheit, Ruhe – es gibt viele Aspekte, die das Camping – sei es mit Zelt oder Wohnmobil – so reizvoll machen. Vor kurzem ist eine 50-jährige Frau mit ihrer Familie kurz davor in den Urlaub aufzubrechen, um in der Ferne ein paar schöne Frühlingstage zu verbringen. Sie bereiten ihr Wohnmobil in der Scheune ihres Bauernhofes auf den bevorstehenden Trip vor, doch niemand kann damit rechnen, was dann passiert.

Völlig unerwartet explodiert plötzlich die Batterie des Wohnmobils. Während alle anderen mit dem Schrecken davonkommen, zieht sich die Frau durch die Explosion schwere Verbrennungen und Verätzungen im Gesicht, am Hals und an der linken Hand zu. Schmerzhafte Brandblasen bilden sich. Umgehend wählen Familienmitglieder den Notruf. Wenige Augenblicke später ertönt der Alarm bei den Rendsburger Luftrettern der DRF Luftrettung. Sofort machen sich die Piloten Sebastian Hilliger und Benedikt Estrup auf den Weg zum rot-weißen Hubschrauber, um Notarzt Dr. Ole Krautwald und Rettungsassistent Timo Klatt schnellstmöglich zur Patientin zu bringen.

Erst langsam, dann immer schneller drehen sich die Rotoren der EC 145, ehe sich die Maschine vom Boden erhebt und sich auf den Weg zum 15 Kilometer entfernten Unglücksort nahe der Ostseeküste macht. Die Strecke absolvieren die Luftretter in wenigen Minuten, sodass bereits kurze Zeit nach der Alarmierung mit der medizinischen Versorgung der Frau begonnen werden kann. Rötungen, Brandblasen und starke Schmerzen auf der Haut lassen auf Verbrennungen zweiten Grades schließen. Umgehend beginnt die medizinische Besatzung damit, die verbrannte Haut mit Wundauflagen zu versorgen und die Vorbereitungen für den Transport zu treffen. Die Patientin erhält starke Schmerzmittel.

Ihre Brandwunden müssen schnellstmöglich in einer Spezialklinik – einem sogenannten Brandverletzten-Zentrum – versorgt werden. Hier werden Krankenhausbetten für akute Notfälle vorgehalten. Das Universitätsklinikum Lübeck ist das nächstgelegene Zentrum dieser Art und das einzige in Schleswig-Holstein. Mit dem Hubschrauber können die Luftretter die Patientin bereits kurze Zeit nach dem Unglück den Ärzten der dortigen Intensivstation übergeben.

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