13.05.2015 | News-Bericht

Fahrer in Muldenkipper eingeklemmt

  • Einsatz für Christoph Dortmund auf der Halde Großes Holz. Ein 40-Jähriger Fahrer wurde in einem Muldenkipper eingeklemmt
    Einsatz für Christoph Dortmund auf der Halde Großes Holz. Ein 40-Jähriger Fahrer wurde in einem Muldenkipper eingeklemmt
  • Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz: Fünf Fahrzeuge der Feuerwehr, ein Rettungswagen und Christoph Dortmund
    Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz: Fünf Fahrzeuge der Feuerwehr, ein Rettungswagen und Christoph Dortmund
  • Während die Feuerwehrleute den Mann befreien, wird er bereits medizinisch versorgt
    Während die Feuerwehrleute den Mann befreien, wird er bereits medizinisch versorgt

Geschäftiges Treiben herrscht auf der Halde Großes Holz in der Nähe von Bergkamen. Die Bergehalde im Kreis Unna ist die höchste im östlichen Ruhrgebiet. Mit einer Fläche von 200 ha zählt sie zu den größten Aufschüttungen auf dem europäischen Kontinent und sticht aus der weitgehend flachen Landschaft des Ruhrgebiets heraus. Starker Wind fegt am Nachmittag des 7. Mai über das Plateau der Halde hinweg und wirbelt hier und da ein paar Staubwolken auf. Ein 40-jähriger Mann ist gerade dabei, die Erde von seinem Muldenkipper zu entladen und stellt die Lade schräg. Langsam beginnt die Erde sich in Bewegung zu setzen und eine Planierraupe schiebt sie gleichzeitig beiseite. Es ist eine Routinearbeit, wie sie auf der Halde vielfach zu beobachten ist.

Doch heute geht etwas schief, denn plötzlich neigt sich der Laster zur Seite und kippt um. Der Mann, der den Abladevorgang von seiner Fahrerkabine aus überwachte, kann sich nicht mehr in Sicherheit bringen und wird eingeklemmt. Die Kollegen zögern nicht und setzen sofort einen Notruf ab. Innerhalb kürzester Zeit ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort, unter anderem fünf Fahrzeuge der Bergkamener Feuerwehr, ein Rettungswagen - und auch Christoph Dortmund der DRF Luftrettung setzt wenige Minuten nach Alarmierung bereits auf dem Gelände auf, um den Verletzten schnellstmöglich notärztlich zu versorgen.

Die Befreiung des Mannes durch die Feuerwehr unter hohem technischem Aufwand zieht sich an diesem Nachmittag in die Länge und dauert ganze 45 Minuten. „Unsere medizinische Besatzung hatte in der Zwischenzeit bereits mit der Behandlung des Mannes begonnen“, schildert Pilot Alwin Vollmer.

„Der Fahrer hatte sich durch den Unfall Verletzungen an Kopf und Schulter zugezogen, war aber bei Bewusstsein. Wir konnten aufgrund des Unfallmechanismus zusätzliche Verletzungen jedoch nicht ausschließen“, ergänzt Notarzt Marcus Birkmeier. Nach seiner Befreiung wurde der Patient zunächst im vorhandenen Rettungswagen erstversorgt und anschließend zur Immobilisation auf einer Vakuummatratze gelagert, um ihn schonend in das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum zu transportieren. Wenige Minuten später konnte der Patient bereits dem Klinikpersonal übergeben und im Schockraum versorgt werden.

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