05.07.2018 | News-Bericht

Fahrzeug durchbricht wegen Zusammenpralls Zaun

  • Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, dem in Berkamen die Vorfahrt genommen wurde. Er erlitt nur leichte Verletzungen, wie der Hubschrauberarzt feststellte.
    Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, dem in Berkamen die Vorfahrt genommen wurde. Er erlitt nur leichte Verletzungen, wie der Hubschrauberarzt feststellte.

Samstagabend in Bergkamen: Es ist zwanzig vor neun, und eigentlich ist in der einstmals größten Bergbaustadt Europas Ruhe eingekehrt. Die Menschen genießen ihr Wochenende, viele sitzen bei hochsommerlichem Wetter im Garten, mancher Grill dampft vor sich hin, als plötzlich ein lauter Knall die Anwohner im Bergkamener Gemeindeteil Oberaden aufschreckt: Auf der Kreuzung der durch den Ort verlaufenden Bundesstraße 61 mit der Mühlenstraße hat sich soeben ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignet. In den zwei beteiligten Autos werden dabei, wie wenig später festgestellt werden wird, insgesamt fünf Menschen verletzt.

Wegen der Anzahl der verletzten Personen sowie der vermuteten Schwere ihrer Verletzungen, die womöglich in einem weiter entfernten Traumazentrum behandelt werden müssen, entsendet die Rettungsleitstelle Unna nicht nur drei Rettungswagen auf die Kreuzung in Oberaden. Um 21.07 schrillen auch beim Dortmunder Team der DRF Luftrettung die Rufmeldeempfänger: Christoph Dortmund wird alarmiert, um sich um einen Mann zu kümmern, der Fahrer des einen Unfallfahrzeugs gewesen ist.

Der Mann aus Kamen befuhr die B 61 in Richtung Lünen, als ihm eine querende 28-Jährige aus Bergkamen die Vorfahrt nahm, so dass der Zusammenstoß im Kreuzungsbereich passierte, wie die Polizei Unna später berichtet. „Durch die Wucht des Aufpralls kam der Pkw des Kameners nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Zaun und landete schließlich im Vorgarten eines angrenzenden Wohnhauses“, heißt es im Polizeibericht.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung trifft Christoph Dortmund am vergangenen Samstagabend schon am Ort des Geschehens ein. „Da die Kreuzung für die gesamte Unfallaufnahme mehr als eine Stunde komplett gesperrt war, konnten wir direkt an der Unfallstelle, nur 30 Meter neben der Kreuzung, landen“, berichtet Pilot Ulrich Weigang. Das medizinische Team der Dortmunder Luftretter untersucht und versorgt sofort nach dem Aufsetzen in Oberaden den Autofahrer. Hubschraubernotarzt Dr. Axel Schellongowski und Rettungsassistent Magnus Poth stellen jedoch fest, dass dieser offenbar großes Glück gehabt hat: Der Kamener hat sich erfreulicherweise keine schweren Verletzungen zugezogen, obwohl der Unfallhergang zunächst anderes vermuten lässt. „Doch außer einer Vielzahl, sicher schmerzhafter, Prellungen, hatte der Patient keine Verletzungen“, schildert Ulrich Weigang. „Er konnte darum mit dem Rettungswagen ins nahe Marienkrankenhaus Lünen gefahren werden. Dabei wurde er von unserem Notarzt während der gesamten Zeit begleitet, überwacht und betreut“, fügt der PiIot von Christoph Dortmund hinzu.

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