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27.03.2017 | News-Bericht

Fataler Baumschnitt

  • Für den schnellen und schonenden Transport in ein Traumazentrum wird der Verletzte an Bord von Christoph 43 gebracht.
    Für den schnellen und schonenden Transport in ein Traumazentrum wird der Verletzte an Bord von Christoph 43 gebracht.

"Wir schauen jetzt einmal nach Ihren Beinen. Können Sie das hier spüren? Und das hier?" Konzentriert tastet der bodengebundene Notarzt die Beine des vor ihm liegenden Mannes ab. Er sucht nach Zeichen, die darauf hindeuten, dass der 66-Jährige sich bei seinem Sturz vom Baum die Wirbelsäule verletzt hat. Und der Arzt wird fündig: Der Verletzte hat in beiden Beinen Gefühlsstörungen.

Damit ist für den Notarzt klar: Verdacht auf Bruch der Wirbelsäule. Der Patient muss jetzt so schnell und schonend wie möglich in ein spezialisiertes Traumazentrum transportiert werden. Er alarmiert über die Leitstelle Südpfalz Christoph 43 der DRF Luftrettung. Pilot Volker Buchmann, Notarzt Dr. Simon Obier und Notfallsanitäter Marcus Sandrock steigen in die rot-weiße EC 135 und starten Richtung Pfälzer Wald.

Marcus Sandrock erzählt: „Jetzt im Frühling greifen viele Menschen zu Säge und Schere, um ihre Bäume zuzuschneiden. Leider ereignen sich dabei immer wieder Stürze, beispielsweise weil die Leiter nicht sicher steht oder jemand auf einem Ast den Halt verliert. Die Folge sind oft schwere Verletzungen, vor allem an Armen und Beinen, dem Kopf oder auch der Wirbelsäule. Dann ist eine schnellstmögliche Versorgung in einer Spezialklinik sehr wichtig. Der Hubschraubereinsatz hilft dabei, wertvolle Zeit zu sparen."

Vor Ort angekommen übergibt der bodengebundene Notarzt der medizinischen Hubschraubercrew den Patienten und schildert seinen Verdacht, dass dieser sich die Wirbelsäule verletzt hat. Vor dem Transport an Bord von Christoph 43 legen Hubschraubernotarzt und Notfallsanitäter einen weiteren intravenösen Zugang und vertiefen die Schmerztherapie. Dann wird der Patient mithilfe der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr aus dem unwegsamen Gelände, in dem sich der Sturzort befindet, zum Hubschrauber gebracht.

Der Pilot lässt die Triebwerke an, zieht die Maschine hoch und nimmt Kurs auf Ludwigshafen. Hier übergibt die Besatzung den Mann wenig später dem Schockraumteam der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik.

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