04.10.2018 | News-Bericht

Feuerwehrmann verunglückt bei Fahrt zu Fehleinsatz

  • Feuerwehrmann verletzt sich auf dem Weg zum Einsatz und muss in Klinik geflogen werden.
    Feuerwehrmann verletzt sich auf dem Weg zum Einsatz und muss in Klinik geflogen werden.

An einem Sonntagmorgen gegen 9.40 Uhr wird die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd zu einer verdächtigen Rauchentwicklung nach Herlikofen gerufen. Mehrere Wehrmänner brechen daraufhin schnellstmöglich mit Blaulicht und Martinshorn auf und fahren über die Herlikofer Straße in Richtung des Einsatzortes in dem zu Schwäbisch Gmünd gehörenden Stadtteil. Ein unterwegs entgegenkommender Autofahrer verlangsamt seine Fahrt, um den Einsatzkräften ein gefahrloses Passieren zu ermöglichen. „Dies erkannte ein nachfolgender Kradlenker zu spät und fuhr auf den bremsenden Pkw auf“, wird das Polizeipräsidium Aalen später in seinem Bericht festhalten.

So kommt es am Rande des Feuerwehreinsatzes zu einem Verkehrsunfall, bei dem der 51-jährige Fahrer des Zweirades sich an beiden Beinen verletzt. Bei dem Motorradfahrer handelt es sich zudem um einen Feuerwehrmann, der auf dem Weg zum Feuerwehrgerätehaus war, um ebenfalls zu der gemeldeten Rauchentwicklung auszurücken.

Daraus wird in Anbetracht der schweren Verletzungen selbstverständlich nichts mehr – stattdessen löst das Unglück den Einsatz eines weiteren Rettungsmittels aus: Die Integrierte Leitstelle Ostalb alarmiert die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung. Dort ist Christoph 51 beheimatetet. Dessen Crew macht sich in ihrer rot-weißen EC 145 gleich nach dem Alarm auf den Weg zur Landstraße nahe Herlikofens. Nach rund einer Viertelstunde kommen Pilot Thomas Roth, Notärztin Verena Brändle und Notfallsanitäter Harald Hartmann beim Unfallort an. Ein Rettungswagenteam bringt den Verletzten  zum wenige Meter vom Unfallort entfernten sogenannten „Schießtalparkplatz“, einer großen Freifläche, an der die Herlikofer Straße vorbeiführt. Auf dem Parkplatz landet Pilot Roth, und im Anschuss übernehmen die Stuttgarter Luftretter den verunglückten Motorradfahrer, bereiten ihn rasch für den Flug vor und bringen ihn auf dem Luftweg ins Klinikum Ludwigsburg. Dort kümmern sich gleich nach der Landung Spezialisten der Klinik um die Verletzungen des 51-jährigen Feuerwehrmannes.

Dessen Kameraden stellen unterdessen in Herlikofen fest, dass die gemeldete Rauchentwicklung letztlich ein Fehlalarm gewesen ist: Der Qualm entstand lediglich durch einen Oldtimer, der kurz zuvor gestartet worden war.

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