28.10.2013 | News-Bericht

Förderer nach Motorradunfall aus Italien zurückgeholt

Bei seinem Urlaub im norditalienischen Trento hatte ein 47-jähriger Mann aus Deutschland einen schweren Motorradunfall. Dabei erlitt er schwere Verletzungen der Wirbelsäule und des Brustkorbs und wurde zunächst in einem Krankenhaus vor Ort behandelt. Da er Förderer der DRF Luftrettung ist, setzte sich seine Frau umgehend mit der Alarmzentrale in Verbindung. Nach einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch entschieden die Mediziner der DRF Luftrettung, dass der Patient nach Deutschland geflogen werden musste, sobald er transportfähig war. „Die Wirbelsäulenverletzung des Mannes musste in einer Neurochirurgischen Klinik operiert werden, um bleibende Schäden möglichst zu vermeiden“, berichtet Christoph Lind, diensthabender Rettungsassistent an Bord des Ambulanzflugzeugs.

Flugkapitän Joachim Zabler und Copilot Rainer Godon starteten gemeinsam mit Notarzt Dr. Michael Beier und dem Rettungsassistenten am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden und nahmen Kurs auf Mailand. Einsatzkoordinatoren der Alarmzentrale hatten bereits in die Wege geleitet, dass der Verletzte mit einem Hubschrauber von Trento zum Flughafen Mailand-Linate transportiert wurde. Dort übernahm die medizinische Besatzung den narkotisierten Patienten von der Hubschrauber-Crew und brachte ihn in das Ambulanzflugzeug der DRF Luftrettung. „Die Ärzte vor Ort hatten den Mann unter Narkose intubiert, beatmet und Thoraxdrainagen gelegt, um ein Kollabieren der Lunge zu verhindern. Die Beatmungsparameter mussten daher während des Fluges ständig überwacht werden“, erklärt Christoph Lind. Dr. Beier erhielt die Narkose des Patienten aufrecht und verabreichte ihm zudem kreislaufunterstützende Medikamente. Um weitere Verletzungen an Wirbelsäule und Rückenmark zu vermeiden, war der 47-Jährige mit einer Halskrause und einer Vakuummatratze immobilisiert. 45 Minuten nach dem Start in Mailand landeten die Piloten den Learjet 35 am Stuttgarter Flughafen. Für den bodengebundenen Transport in das Katharinenhospital hatte die Alarmzentrale der DRF Luftrettung bereits einen Rettungswagen organisiert. Dr. Beier und Christoph Lind begleiteten den Patienten in die Stuttgarter Klinik und übergaben ihn dort an die weiterbehandelnden Neurochirurgen. Sobald die Crew wieder komplett war, nahmen Joachim Zabler und Rainer Godon Kurs auf ihren Heimatflughafen in Karlsruhe/Baden-Baden, wo sie um 16:20 Uhr landeten.

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