20.08.2018 | News-Bericht

Frühe Wehentätigkeit wird zu Alarm für Christoph 64

  • Christoph 64 bringt eine werdende Mutter in nur 21 Minuten von Schwedt ins Klinikum Berlin-Buch (Symbolbild).
    Christoph 64 bringt eine werdende Mutter in nur 21 Minuten von Schwedt ins Klinikum Berlin-Buch (Symbolbild).

Eine junge Frau, die heute als Ärztin in der Schweiz lebt und arbeitet, verbringt ein paar Tage zu Besuch bei ihren Eltern in der Uckermark. Sie ist werdende Mutter, schwanger in der 30. Woche. Während des Aufenthaltes in der alten Heimat nahe Schwedt setzen plötzlich Wehen ein – viel zu früh! Die Frau, der Vater des Kindes sowie die Großeltern in spe suchen darum umgehend das Klinikum Uckermark in der Oder-Stadt auf. Zu diesem gehört zwar auch eine Geburtsklinik. Doch sollte das Kind der jungen Ärztin tatsächlich erheblich zu früh zur Welt kommen, würde dort keine Möglichkeit zur adäquaten Versorgung des „Frühchens“ bestehen.

In der Klinik zögern die Verantwortlichen nicht lange – und fordern den in Angermünde stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung an. Zunächst telefoniert Hubschraubernotarzt Dr. Henning Blaich mit der Ärztin im Klinikum, informiert sich eingehend über den Zustand der Schwangeren. Er trifft die Entscheidung, dass der Hubschraubereinsatz möglich und medizinisch sinnvoll ist. Denn die Patientin soll aus Schwedt in eine Berliner Klinik gebracht werden, die das Frühgeborene im Fall der Fälle optimal versorgen könnte. Der Transport muss dabei schnell erfolgen, ehe das Baby möglicherweise zur Welt kommt. Doch die Distanz per Rettungswagen würde, erschwert durch aktuell eingerichtete Baustellen und Umleitungen, 115 Kilometer lang sein und eineinhalb Stunden Fahrzeit erfordern. Deswegen starten Pilot Björn Langner, Notarzt Henning Blaich und Notfallsanitäter Eik Meißner in der rot-weißen EC 135 sodann zum Klinikum.

Der Anflug aus Angermünde dauert nur wenige Minuten. Ebenso zügig bereitet die Crew von Christoph 64 anschließend die werdende Mutter für den Flug vor und startet nach kurzem Aufenthalt in Schwedt mit der Frau an Bord. Sie erhält auf dem Luftweg wehenhemmende Medikamente. Für die computergesteuerte Gabe solcher und anderer Präparate ist der Hubschrauber der DRF Luftrettung mit mehreren „Perfusoren“ ausgestattet, wie sie auch auf einer Intensivstation eingesetzt werden.

Zwar hat die werdende Mutter große Flugangst. Doch durch die Betreuung durch Henning Blaich, der ihr die unbegründete Sorge vor dem Transport in der Luft nimmt, empfindet sie Schwangere die Reise schlussendlich sogar als angenehm und bedankt sich bei der Landung in Berlin gar für den schönen Flug.

Nach nur 21 Minuten Flugzeit kann das medizinische Team von Christoph 64 die Patientin daraufhin wohlbehütet den Ärzten im Kreißsaal im Klinikum Berlin-Buch übergeben. Dort werden Mutter und Kind weiter versorgt.

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Kurz vor Dienstende wurden die Angermünder Luftretter noch zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 11 bei Wehrbellin alarmiert. Symbolbild.
21.09.2018 | News-Bericht
Die Crew von Christoph 64 wollte sich bei Dienstende eigentlich schon bei der hubschrauberführenden Rettungsleitstelle abmelden, da ging um viertel vor acht eine letzte…