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06.02.2017 | News-Bericht

Gefährlicher Skispaß: Ein Einsatz mit vier Verletzten

  • Der Einsatz am Skihang Unterstmatt zog sich für die Karlsruher Luftretter unerwartet in die Länge: Vier Personen verletzten sich unabhängig voneinander innerhalb kurzer Zeit. (Foto: Bergwacht Schwarzwald (Ortsgruppe Karlsruhe))
    Der Einsatz am Skihang Unterstmatt zog sich für die Karlsruher Luftretter unerwartet in die Länge: Vier Personen verletzten sich unabhängig voneinander innerhalb kurzer Zeit. (Foto: Bergwacht Schwarzwald (Ortsgruppe Karlsruhe))

Zwischen tief eingeschneiten Wäldern schlängelt sich die Schwarzwaldhochstraße an zahlreichen Skihängen vorbei. In Unterstmatt drängt sich am Lift eine lange Menschenschlange, um endlich in wilder Abfahrt den Berg hinunter zu sausen. Doch plötzlich stürzt ein Snowboardfahrer im Hang und schlägt sich dabei heftig den Kopf an. Schnellstmöglich benötigt er notärztliche Hilfe. Jemand setzt sofort einen Notruf ab.

Die Leitstelle Mittelbaden, in der der Notruf eingeht, alarmiert sofort den Karlsruher Rettungshubschrauber zu dem abgelegenen Skihang im Nordschwarzwald. Wenige Minuten nach der Alarmierung erscheint bereits der rot-weiße Hubschrauber hoch über den winterlichen Wäldern bei Unterstmatt. Damit der Hubschrauber landen kann, haben Polizei und Bergwacht bereits eine Kreuzung auf der Schwarzwaldhochstraße abgesperrt. So kann der Pilot der DRF Luftrettung sofort mit Christoph 43 landen. Mit dabei haben die Luftretter einen Notarzt, der gerade als Hubschraubernotarzt eine Einweisung erhält.

Den verletzten Mann hat die Bergwacht bereits an die Talstation gebracht. Als die beiden Hubschraubernotärzte und der Notfallsanitäter dort beim Patienten eintreffen, ereignet sich ein weiterer Unfall: Im oberen Hangbereich stürzt eine Skifahrerin schwer. Sofort teilt sich die Besatzung auf, damit beide Patienten optimal versorgt werden können. Auf einem Pistenfahrzeug bringt die Bergwacht den zweiten Hubschraubernotarzt und den Notfallsanitäter zu dem gestürzten Skifahrer. Direkt an der Unfallstelle erhält der Patient Schmerzmittel und seine Wirbelsäule wird zum Schutz während dem Transport geschient. Anschließend wird die Frau zur Talstation gebracht.

Hier hat der Hubschraubernotarzt den gestürzten Snowboardfahrer schon medizinisch versorgt und mit dem Rettungswagen in eine Klinik eingewiesen, mit Verdacht auf Gehirnerschütterung. Kaum trifft die verletzte Skifahrerin an der Talstation ein, meldete die Bergwacht den Luftrettern auch schon zwei weitere Patienten: Eine Person hatte einen Kreislaufkollaps erlitten, eine Frau hat sich bei einem Sturz den Oberarm gebrochen. „Doch für so vielen Patienten befanden sich in diesem Moment natürlich nicht genügend Rettungswagen vor Ort“, berichtet der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung. Deshalb entscheiden sich die Luftretter dafür, die Patienten in die nahegelegene Rettungswache der Bergwacht zu bringen, um sie dort im Warmen medizinisch zu versorgen. „Anschließend konnten alle Patienten zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser gebracht werden“, erzählt der Notfallsanitäter. Mit der verletzten Frau an Bord, heben auch die Luftretter wieder vom Boden ab. Wenige Minuten später übergeben sie die Patientin am Klinikum Mittelbaden in Baden-Baden an das Klinikpersonal.

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