25.06.2015 | News-Bericht

Gemeinsam für den Patienten

Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken sind hochanspruchsvoll. Im Ernstfall muss alles Hand in Hand gehen: von der Übernahme des Patienten über die Transport-vorbereitung und die medizinische Versorgung während des Fluges bis zur Übergabe an das Klinikpersonal. Und das alles für den Patienten so schonend wie möglich. „Damit diese Abläufe reibungslos funktionieren und jeder den hohen Anforderungen gerecht wird, ist ständiges Training wichtig“, erklärt Udo Laux, Pilot und Stationsleiter der DRF Luftrettung in Dortmund. Zweimal im Jahr werden hier Fortbildungen angeboten, um Notärzte, Klinikpersonal und Rettungsassistenten zu schulen.

Im dreitägigen Workshop liegt der Fokus darauf, Intensivtransporte selbst vorzubereiten und durchzuführen. Wenn ein Patient für eine spezielle OP oder Therapie in ein anderes Krankenhaus gebracht werden muss, ist der Hubschrauber in vielen Fällen das schnellste Transportmittel. Das praxisorientierte Training nach den Richtlinien der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) ist ein wesentlicher Bestandteil in der ständigen Weiterqualifizierung des verantwortlichen Personals, damit die Transporte auf höchstem Niveau gewährleistet werden.

500 Intensivmediziner in 15 Kursen ausgebildet

„Im März 2007 haben wir damit begonnen, an unserer Station jeweils im Frühjahr und im Herbst Intensivtransportkurse durchzuführen“, erzählt Udo Laux, der die Einführung in Dortmund mit dem Fachbereich Medizin der DRF Luftrettung initiiert hat. Die Schulung im Frühjahr 2015 war bereits der 15. Kurs. „Bei einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von rund 36 Personen haben wir damit über die Jahre mehr als 500 Intensivmediziner ausgebildet“, freut sich der Stationsleiter. „Die Fortbildung ist folglich eine gute Möglichkeit, in Kontakt zu kommen. Intensivtransporte gehören zu den Kernaufgaben der DRF Luftrettung und in diesen Kursen lernen die Mediziner uns und unsere Arbeitsweise kennen.“

Rund 300 Intensivtransporte führt der Dortmunder Hubschrauber jährlich durch, unter anderem mit speziellen intensivmedizinischen Verfahren wie ECMO – einer künstlichen Lunge – oder IABP – einer Ballonpumpe zur Herzentlastung. „Unser Team hat sich dabei in den vergangenen Jahren große Expertise auf dem Gebiet der hochanspruchsvollen Transporte erarbeitet“, so der Stationsleiter. Die beständig hohe Teilnehmerzahl und Akzeptanz der Schulung zeugt von der Wertschätzung, die der DRF Luftrettung in diesem Bereich zukommt. Im Notfall wissen die Mediziner der Krankenhäuser: In der DRF Luftrettung haben sie einen kompetenten Partner an ihrer Seite.

Die Station zum Beitrag:

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

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