30.08.2018 | News-Bericht

Gleitschirmflieger stürzt in Baumwipfel

  • Die Luftretter konnten ganz in der Nähe der Unfallstelle landen und flogen nach der notzärztlichen Versorgung einen der beiden Männer in eine Klinik.
    Die Luftretter konnten ganz in der Nähe der Unfallstelle landen und flogen nach der notzärztlichen Versorgung einen der beiden Männer in eine Klinik.

Es war erst Nachmittag, doch schon der sechste Einsatz des Tages, als Christoph Dortmund nach Bruchhausen entsandt wurde. In dem Stadtteil von Olsberg waren ein Gleitschirm-Flieger und sein 70-jähriger Gast mit ihrem Luftsportgerät unterwegs. Doch kurz nach dem Start stürzte dieses aus etwa 300 Metern in einen stark bewaldeten Hang ab. Die Männer prallten auf eine Baumspitze, die durch das Gewicht nachgab und abbrach. So stürzten die beiden Paraglider weitere 15 Meter hinab und verletzten sich. Die Crew der DRF Luftrettung, bestehend aus Pilot Ulrich Weigang, Hubschraubernotarzt Dr. Christian Afflerbach und Notfallsanitäter Patrick Postelt, machte sich umgehend auf den Weg, um ihnen zur Hilfe zu kommen.

Am Unfallort waren bereits zwei Rettungswagenbesatzungen und ein Notarzt eingetroffen, als Christoph Dortmund die Einsatzstelle erreichte. Nachdem Weigang die Maschine der DRF Luftrettung aufsetzte, eilten Afflerbach und Postelt zu den Verletzten und übernahmen die weitere medizinische Versorgung des 70-jährigen Fluggastes. Bei diesem bestand die Verdachtsdiagnose auf eine Thoraxprellung und eine Wirbelsäulenverletzung. Der Mann sei jedoch wach und ansprechbar gewesen, betont Ulrich Weigang. Der andere Abgestürzte habe sich hingegen kaum verletzt und musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. „Es ist letztlich für beide glimpflich ausgegangen“, erinnert sich der Pilot von Christoph Dortmund.

Nachdem Hubschraubernotarzt Dr. Afflerbach und Notfallsanitäter Patrick Postelt den Patienten stabilisiert und versorgt hatten, wurde der Senior behutsam auf einer Vakuummatratze zur rot-weißen BK 117 der DRF Luftrettung gebracht und eingeladen. Durch diese spezielle Unterlage wird der Körper fest umschlosen und immobilisiert. Eine knappe Viertelstunde später erreichte die Besatzung das Städtische Klinikum Dortmund. Auf dem Bodenlandeplatz der Klinik landete Weigang den Hubschrauber, und der schwer verletzte Gleitschirmflieger wurde dem Ärzteteam des Krankenhauses für die maximale Versorgung übergeben.

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