03.09.2018 | News-Bericht

Glücklicherweise keine schwerverletzten Verbrennungsopfer in Vohburg

  • Alle drei bayerischen 24-Stunden-Hubschrauber der DRF-Luftrettung waren im Einsatz.
    Alle drei bayerischen 24-Stunden-Hubschrauber der DRF-Luftrettung waren im Einsatz.
  • Christoph Regensburg, Christoph München sowie Christoph Nürnberg.
    Christoph Regensburg, Christoph München sowie Christoph Nürnberg.

Die Detonation in einer Raffinerie in Vohburg hat am vergangenen Samstag zahlreiche Menschen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm aus dem Schlaf geschreckt. Die in Folge der Explosion, die sich gegen viertel nach fünf in der Früh ereignete, entstandene Druckwelle beschädigte massiv die Anlage und umliegende Gebäude. Durch den so entstandenen Großbrand bildete sich eine Rauch- und Rußwolke, die zunächst in Richtung der benachbarten Ortschaften Vohburg und Irsching-Knodorf zog. Über die Einsatzzentrale der Polizei und die Rettungsleitstelle wurde Großalarm ausgelöst. Der zuständige Landrat stellte um 7.45 Uhr den Katastrophenfall fest. Ein Großaufgebot von Feuerwehren rückte daraufhin aus, in der Spitze waren allein 350 Wehrkräfte vor Ort.

Um die bestmögliche Versorgung etwaiger Schwerverletzter insbesondere mit Brandwunden sicherzustellen, wurden auch alle drei bayerischen 24-Stunden-Hubschrauber der DRF-Luftrettung vorsorglich hinzualarmiert. Sowohl Christoph Regensburg, Christoph München als auch Christoph Nürnberg sind zu jeder Tages- und Nachtzeit dienstbereit und starteten daraufhin umgehend nach Vohburg. Eine SAR-Maschine der Bundeswehr flog ebenfalls an.

„Bereits kurz nach dem Start in Nürnberg konnten wir durch unsere Nachtsichtbrillen eine riesige Rauchwolke und Feuer erkennen, obwohl wir noch fast 100 Kilometer von der Einsatzstelle entfernt waren“, berichten Pilot Maik Rosenbaum und Notfallsanitäter Robert Heiß, die am Wochenende zur Besatzung von Christoph Nürnberg gehörten. „Da die Einsatzstelle zunächst als nicht sicher eingestuft war, wurden alle Maschinen der DRF Luftrettung sowie der Bundeswehr allerdings erst einmal zum nahegelegenen Flugplatz etwas abseits des Brandes beordert und dort bereit gehalten.“

Unterdessen beschloss die Einsatzleitung eine Evakuierung der Bewohner aus Irsching-Knodorf sowie aus dem westlichen Teil Vohburgs. Betroffen davon waren etwa 2.000 Personen.

Durch die Detonation und deren Folgen wurden zehn Personen verletzt – erfreulicherweise nicht so schwer, wie es aufgrund des Hergangs des Unglücks zu befürchten war. Vier Menschen mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die anderen Patienten erlitten lediglich leichtere Verletzungen und konnten ambulant vor Ort versorgt werden.

Da glücklicherweise auch keine schwerverletzten Verbrennungsopfer zu beklagen waren, konnten die drei rot-weißen Hubschrauber den Einsatzort wenig später wieder verlassen – ohne einen Patienten in ein weiter entferntes Verbrennungszentrum transportieren zu müssen.

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