05.07.2019 | News-Bericht

„Großartig, wenn man weiß: man hat die DRF Luftrettung im Rücken!“

  • Helmut und Gerda Kuderer leben in der Nähe von Offenburg. „Ich kenne das Geräusch, der CHRISTOPH 43 fliegt doch dauernd übers Haus. Da merkt man, wie sehr die DRF Luftrettung gebraucht wird“, begründet der Rentner sein Engagement im Förderverein DRF e.V.

Modernste Medizintechnik für den Learjet der DRF Luftrettung: Auch dank vieler engagierter Fördermitglieder und Spender ist dieses schnelle Ambulanzflugzeug weltweit einsetzbar, um selbst Hochrisiko-Patienten sicher aus dem Ausland heim zu holen. Der Learjet wird, wie die rot-weißen Hubschrauber der gemeinnützigen Organisation, im Operation-Center (OPC) in Rheinmünster gewartet. Das OPC besteht jetzt seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum und die Ausrüstung des neuen Ambulanzflugzeugs sind gleich zwei Gründe, mit einem Tag der offenen Tür zu feiern!

Als Gäste sind neben vielen Tausend weiteren auch Gerda und Helmut Kuderer gekommen. Schon seit 43 Jahren hilft das Ehepaar mit, dass der Förderverein DRF e.V. seiner unverzichtbaren Aufgabe nachgehen kann. Denn die Kuderers zahlen, wie über 400.000 andere Förderer, einen regelmäßigen Geldbetrag, der dazu beiträgt, die Arbeit der Organisation zu finanzieren.

Doch nicht nur das: Als Helmut Kuderer seinen 70. Geburtstag feierte, da hatte er ein Sparschwein aufgestellt, in das alle Gratulanten etwas hineinwerfen konnten, anstatt Geschenke mitzubringen. Die Summe spendete er damals ebenfalls an die DRF Luftrettung. Zum Tag der offenen Tür hat das Paar nun sogar eine besonders großzügige Spende dabei: 500 Euro! „Wenn man zu Besuch kommt, dann bringt man auch etwas mit“, lächelt Helmut Kuderer. Zwar hätten sie beide keine allzu üppige Rente. „Doch wir leben sparsam, fahren ein kleines Auto, so ist es uns möglich, uns beim DRF e.V. einzubringen. Schließlich ist die Luftrettung doch so wichtig!“

Sie selbst, fügen die sympathischen Rentner dann noch hinzu, seien erfreulicherweise noch nie in einer medizinischen Notlage gewesen, in der sie die Luftretter benötigt hätten. „Doch vor einigen Jahren hatten wir einmal die Möglichkeit, Marokko zu besuchen“, erzählt Helmut Kuderer. „Wenn man in ein fremdes Land reisen kann, dann ist es doch großartig, wenn man weiß: man hat die DRF Luftrettung im Rücken!“

Das beeindruckende rot-weiße Ambulanzflugzeug hat sich die 14-köpfige Gruppe des Jugend-Rot-Kreuz Friolzheim-Wimsheim gerade ausführlich angesehen und erklären lassen. Jetzt stehen die Ehrenamtler an der ebenfalls beim Tag der offenen Tür in Rheinmünster zu besichtigenden H 135, einem Hubschraubermuster neuester Bauart, wie es die DRF Luftrettung an vielen ihrer bundesweit 29 Stationen täglich einsetzt, um Menschen in Notlagen helfen zu können. „Die Jugend hat das Thema Luftrettung sehr interessiert – und deswegen sind wir heute hierher gekommen“, berichtet Marica Bauer, Jugendleiterin des DRK-Ortsvereins Friolzheim-Wimsheim.

„Es macht Spaß und wir lernen gute Sachen, zum Beispiel wie man Leben retten kann“, schildert Leonie, eine der jungen Besucherinnen aus der Friolzheimer Gruppe, warum sie sich ehrenamtlich für andere einsetzt und dazu sogar alle zwei Wochen zum Üben mit der Jugendgruppe geht. „Für mich ist es schon wichtig, weil, wenn irgendetwas passiert, kann ich auch eingreifen“, so die 14-Jährige. 16 junge Helfer zwischen sechs und 14 Jahren sind in der Jugendgruppe aktiv, die zum Tag der offenen Tür gekommen ist. Liah ist ebenfalls dabei. „Ich bin sieben“, so das aufgeweckte Mädchen. „Ich habe nicht gewusst, dass es hier auch Flugzeuge gibt“, sagt Liah und deutet dabei auf den Learjet.

Helmut Kuderer hat seinen Besuch beim Tag der offenen Tür in Rheinmünster inzwischen beendet, wendet sich mit Frau Gerda gerade dem Ausgang am OPC zu. Kurz vorm Gehen verrät er noch, dass seine Frau wöchentlich „Lotto“ spiele: „Wenn sie zwölf Millionen gewinnt, dann spende ich einen Hubschrauber!“

Eine Gruppe Jugendlicher posiert vor einem Hubschrauber der DRF Luftrettung
Ein Gruppenbild vor der rot-weißen H 135 nimmt die Jugendgruppe des DRK Friolzheim-Wimsheim als Erinnerung an den Tag der offenen Tür in Rheinmünster mit.

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