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09.05.2018 | News-Bericht

Großeinsatz mit acht Verletzten

  • Seit dem 1. Mai kommt eine H 135 an der Station in Friedrichshafen zum Einsatz. Symbolbild.
    Seit dem 1. Mai kommt eine H 135 an der Station in Friedrichshafen zum Einsatz. Symbolbild.

Gerade war die Crew von Christoph 45 auf dem Rückweg von einem Einsatz in Biberach, da erreichte sie schon wieder eine Folgealarmierung. In Kehlen, einem Ortsteil der Gemeinde Meckenbeuren im Bodenseekreis, hatte sich kurz zuvor ein schwerer Verkehrsunfall ereignet: Ein Porschefahrer überholte hier trotz Gegenverkehrs auf einer schmalen, zwischen zwei Waldgebieten liegenden Straße mehrere Autos. Als die anderen Fahrzeuge wegen des Manövers heftig bremsen mussten, stießen mehrere Wagen zusammen. Insgesamt acht Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, manche von ihnen schwer. Unverzüglich änderte Pilot Thomas Carl nach der Alarmierung durch die Leitstelle den Kurs und machte sich mit seinen Kollegen, Notfallsanitäter Ingo Stärk und Hubschraubernotärztin Silke Schröder, auf den Weg nach Kehlen.

Nur wenige Minuten brauchte die Besatzung dorthin. Auf einer Wiese in unmittelbarer Nähe zu der Straße landete Pilot Thomas Carl die EC 135 der DRF Luftrettung, und das medizinische Team von Christoph 45 eilte zur Unfallstelle. „Die Rettungswagenbesatzung, die kurz vor uns da war, hat dann mit unserer Notärztin die Patienten gesichtet und mit der Versorgung begonnen“, berichtet Notfallsanitäter Ingo Stärk. Er habe sich derweil um die Logistik des Einsatzes gekümmert. „Ich musste weitere bodengebundene Kräfte nachalarmieren, weil so viele Unfallopfer zu untersuchen und zu transportieren waren. Unter anderem kam Dr. Martin Eble, der bei uns auch ganz oft als Hubschraubernotarzt mitfliegt, als zusätzliche Verstärkung mit dem Notarztfahrzeug dazu.“ Innerhalb weniger Minuten sei so jeder Verunglückte optimal versorgt worden. Die Crew von Christoph 45 übernahm daraufhin eine schwerverletzte 72-Jährige.

„Die Frau war anfangs noch bewusstlos, und klagte im Verlauf über Kopf-, Rücken- und Brustschmerzen. Sie wurde von uns als Polytrauma eingestuft“, erinnert sich Stärk. Davon spricht man, wenn jemand mehrere gleichzeitig erlittene Verletzungen hat, von denen mindestens eine lebensgefährlich ist. So stellte Silke Schröder nach den ersten Untersuchungen der älteren Dame rasch den Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Thoraxtrauma und ein Wirbelsäulentrauma. „Wir haben unsere Patientin dann schnell stabilisiert und transportfertig gemacht.“ Während die anderen Unfallopfer bodengebunden in Krankenhäuser der umliegenden Landkreise gebracht wurden, lud die Besatzung die 72-Jährige in die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung ein. „Und dann sind wir mit ihr an Bord zum St.-Elisabethen-Klinikum in Ravensburg geflogen. Das ist ein Maximalversorgungshaus. Den Ärzten dort stehen sehr viele medizinische Möglichkeiten zur Verfügung und sie sind für alles gerüstet.“ Und dank der Hilfe von Christoph 45 kam die schwerverletzte Dame dort besonders schnell an: Nur sechs Minuten brauchten die Luftretter für den Flug.

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