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23.06.2017 | News-Bericht

Güllewagen fällt auf Kleintransporter

  • Christoph 49 ist am Helios Klinikum Bad Saarow stationiert. 2016 wurd der rot-weiße Hubschrauber insgesamt 1.304 Mal alarmiert. Symbolbild.
    Christoph 49 ist am Helios Klinikum Bad Saarow stationiert. 2016 wurd der rot-weiße Hubschrauber insgesamt 1.304 Mal alarmiert. Symbolbild.

Überholmanöver auf manchmal unübersichtlichen Landstraßen führen immer wieder zu schweren Unfällen. So auch im Mai bei Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree, als ein überholender Autofahrer einen entgegenkommenden Gülletransporter zu einem Ausweichmanöver brachte. Das Gespann geriet ins Schleudern und der Anhänger kippte auf einen Kleintransporter. Dessen Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

„Wir hatten während der rund zwei Stunden dauernden Befreiungsarbeiten immer wieder Zweifel, ob der Mann es schaffen würde", berichtet Ronald Müller, Leitender Rettungsassistent auf Christoph 49. „Er hatte schwerste Verletzungen an Becken, Bauch und Beinen erlitten und schwebte in Lebensgefahr. Unser Hubschrauberarzt Dr. Jörg Rößler und ich kämpften mit allem, was uns an Medikamenten, Medizinausrüstung und jahrelanger Erfahrung zur Verfügung stand, um sein Leben."

Als der Mann aus dem Autowrack befreit war, bereiteten Ronald Müller und Dr. Rößler ihn in einem Rettungswagen für den Transport in eine Spezialklinik vor. Unter anderem legten sie ihm eine Beckenschlinge an, um lebensgefährliche innere Blutungen einzudämmen und wärmten ihn mit einer Wärmedecke. Ronald Müller erklärt warum: „Selbst bei relativ milden Temperaturen kühlt ein Mensch recht schnell aus, wenn er sich nicht bewegt. Für einen Schwerverletzten wie den Fahrer des Kleintransporters bedeutet das eine zusätzliche Belastung des Körpers."

Dann wurde der Patient in das Helios Klinikum Bad Saarow transportiert, das als regionales Traumazentrum auf die Versorgung lebensgefährlich verletzter Patienten spezialisiert ist. Die Besatzung kehrte anschließend an die Station zurück. Drei weitere Notfalleinsätze folgten an diesem Tag noch, auch alle im Landkreis Oder-Spree.

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