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28.08.2017 | News-Bericht

Guter Überblick

  • Umgehende Hilfe aus der Luft: Christoph 37 war als schneller Notarztzubringer kurze Zeit nach der Alarmierung vor Ort.
    Umgehende Hilfe aus der Luft: Christoph 37 war als schneller Notarztzubringer kurze Zeit nach der Alarmierung vor Ort.

Es ist bereits der sechste Einsatz des Tages, als Christoph 37 um 19.25 Uhr zu einem Verkehrsunfall alarmiert wird: Auf einer Bundesstraße in der Nähe von Nordhausen ist ein Auto von der Straße abgekommen und hat sich überschlagen. Pilot Martin Wagner, Notarzt Dr. René Walther und Notfallsanitäter Tobias Homuth heben nur zwei Minuten, nachdem ihre Alarmmelder geschrillt haben, mit der rot-weißen EC 135 von der Nordhäuser Luftrettungsstation ab. Wenige Augenblicke darauf erreicht das Team bereits den Unfallort. Im verunglückten Fahrzeug befanden sich zwei Frauen, die von Ersthelfern bereits aus dem Pkw herausgezogen worden sind.

„Wir waren die ersten Retter an der Einsatzstelle“, berichtet Tobias Homuth. „Unser Notarzt René Walther hat beide Frauen sofort untersucht und mit meiner Unterstützung versorgt. Die beide hatten Verletzungen erlitten.“ Da bei Überschlägen zudem eine äußerlich nicht sichtbare Verletzung der Halswirbelsäule nicht ausgeschlossen werden kann, wurden den Patientinnen zur Stabilisierung sogenannte „Stiffnecks“ angelegt, Halsmanschetten, die weitere schädliche Bewegungen verhindern.

„Kurz nach uns trafen zwei Rettungswagen ein“, so Tobias Homuth weiter. „Wir haben die Unfallopfer auf Vakuummatratzen gelegt, in denen sie fixiert waren und schonend transportiert werden konnten. Die Rettungswagen sind dann im Konvoi ins nahe Südharz-Klinikum gefahren – begleitet von unserem Notarzt, der den Zustand der Frauen überwachte. Es war vorteilhaft, dass Christoph 37 bei diesem Einsatz als schneller Notarztzubringer fungiert hat, da so binnen kürzester Zeit ein Notarzt für die verletzten Frauen zur Stelle war.“ Zudem sei die genaue Einsatzstelle bei der Alarmierung nicht genau definiert gewesen, fügt Notfallsanitäter Homuth hinzu. Doch aufgrund des guten Überblicks aus der Luft habe die Crew der DRF Luftrettung die Örtlichkeit an der Bundesstraße beim Anflug sofort ausmachen und direkt bei den Verunglückten landen können.

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