17.04.2020 | News-Bericht

H 145 in Greifswald: Neuste Technik und mehr Sicherheit

  • Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Klaus Hahnenkamp (Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald (UMG)), Wirtschafts- und Gesundheitsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Michael Sack, Prof. Dr. med. Claus-Dieter Heidecke (Ärztlicher Vorstand UMG) und Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.
    Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Klaus Hahnenkamp (Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald (UMG)), Wirtschafts- und Gesundheitsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Michael Sack, Prof. Dr. med. Claus-Dieter Heidecke (Ärztlicher Vorstand UMG) und Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Der modernste Hubschrauber, der derzeit in der zivilen Luftrettung eingesetzt wird, kommt nach Greifswald: Ab dem 24. April 2020 startet eine H 145 als neuer „Christoph 47“. Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, stellte den neuen Hubschrauber heute gemeinsam mit Wirtschafts- und Gesundheitsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Michael Sack und Vertretern der Universitätsmedizin Greifswald offiziell in Dienst – in der aktuellen Situation selbstverständlich unter Berücksichtigung und Einhaltung der entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Die H 145 stellt einen Generationswechsel in der Luftrettung dar. Alle Flugdaten – beispielsweise zu den Triebwerken oder zur Fluglage – werden den Piloten im hochmodernen Glascockpit auf großformatigen Displays angezeigt. Auf dem Wetterradar können sie schnell wechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen. Weitere Vorteile für den Piloten bringt der Vierachsen-Autopilot, denn er kann Steuerfunktionen automatisch übernehmen. Die oft lebensrettenden Einsätze von „Christoph 47“ werden so noch sicherer. Ins Auge sticht zudem der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron: Er ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bietet Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit.

Optimale Patientenversorgung und Sicherheit stehen bei uns an erster Stelle,

sagte Dr. Pracz vor Ort. „Daher freuen wir uns, dass wir an unserer Station in Greifswald mit der H 145 den derzeit modernsten Hubschrauber der zivilen Luftrettung in Dienst stellen können. Die neue Maschine ist leiser und verfügt über mehr Leistung sowie eine größere Reichweite. Außer dem Cockpit gibt es auch in der Kabine erhebliche Verbesserungen: Das von uns mitentwickelte Innenraumkonzept ist besonders flexibel sowie innovativ. Zudem bietet die H 145 mehr Raum in der Kabine und ist somit auch optimal für den Einsatz des ‚EpiShuttles‘, eine spezielle Isoliertrage zum Transport von COVID-19-Patienten, geeignet.“

Harry Glawe, Wirtschafts- und Gesundheitsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dankte den Einsatzkräften der Luftrettung: „Durch das hohe Engagement und die breite Fachkompetenz können sich Erkrankte darauf verlassen, dass ihnen im Notfall hochprofessionell geholfen wird. Das fliegerische Personal der DRF Luftrettung, das Rettungsdienstpersonal und die Klinikmitarbeiter setzen sich jeden Tag dafür ein, Patienten schnellstmöglich zu helfen.“

Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei Minister Harry Glawe, ohne dessen persönliche Unterstützung dieses Vorhaben nicht zustande gekommen wäre! Mein Dank gilt ebenso der DRF Luftrettung für die professionelle und angenehme Zusammenarbeit. Ich freue mich über die gemeinsam erzielten qualitativen Verbesserungen, welche mit der neuen Maschine einhergehen. So ist es möglich, mit diesem modernen Rettungsmittel unseren sehr gut aufgestellten bodengebundenen Rettungsdienst optimal zu ergänzen.“

Die Luftrettungsstation Greifswald

„Christoph 47“, der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzte Hubschrauber der DRF Luftrettung, ist täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7.00 Uhr) bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Orte im Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Flugminuten erreichen. Das Einsatzgebiet für Notfalleinsätze umfasst die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte. Seit 2019 führt „Christoph 47“ als erster Rettungshubschrauber deutschlandweit optional Blut- und Plasmakonserven mit. In einem gemeinschaftlichen Projekt mit der Universitätsmedizin Greifswald hatte die DRF Luftrettung ein wissenschaftlich geprüftes Verfahren zur sicheren Nutzung von Blutprodukten in der Luftrettung erarbeitet.

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Mehr zur Station:

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