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08.01.2018 | News-Bericht

Herzinfarkt im Braunkohletagebau

  • Einen nicht alltäglichen Landeplatz steuerte der Pilot von Christoph Halle bei einem Einsatz kurz vor Weihnachten an. In einem Braunkohletagebau hatte ein Mann einen Herzinfarkt erlitten und musste schnellstmöglich notärztlich versorgt werden. Symbolbild.
    Einen nicht alltäglichen Landeplatz steuerte der Pilot von Christoph Halle bei einem Einsatz kurz vor Weihnachten an. In einem Braunkohletagebau hatte ein Mann einen Herzinfarkt erlitten und musste schnellstmöglich notärztlich versorgt werden. Symbolbild.

Einen solchen Landeplatz steuert Pilot Norbert Ebbighausen nicht jeden Tag an. Als der Stationsleiter aus Halle an einem Morgen kurz vor Weihnachten gemeinsam mit Notarzt Dr. Steffen Edner und Notfallsanitäter Steffen Broßeit wegen des Verdachts auf einen akuten und potenziell lebensbedrohlichen Herzinfarkt alarmiert wird, setzt er die rot-weiße BK-117 der DRF Luftrettung wenig später zwischen Eimerkettenbaggern, Förderbändern und Schaufelradbaggern ab – mitten im Braunkohletagebau Profen.

20 Millionen Jahre alt ist die „jüngste“ Braunkohle, die die Mitteldeutsche Braunkohle GmbH in dem Abbaugebiet im Süden Sachsen-Anhalts noch bis 2035 fördert, 45 Millionen Jahre die älteste. Bis zu acht Millionen Tonnen im Jahr werden ausgebaggert und zum Beispiel im Kraftwerk Schkopau verfeuert. Jede Minute müssen für die Gewinnung des fossilen Brennstoffs derweil bis zu 120 Kubikmeter Grubenwasser aufbereitet und in die Weiße Elster eingeleitet werden.

Für derlei technische Details hat die Crew beim Anflug auf die Einsatzstelle selbstverständlich keinen Sinn: Ein möglicher Herzinfarkt ist ein dramatischer Notfall, der jedes Jahr Zehntausende Deutsche das Leben kostet. „Es ist überaus wichtig“, hebt Norbert Ebbighausen hervor, „einem Patienten, der einen Herzinfarkt erleidet, so schnell wie möglich zur Hilfe zu eilen und ihn zur weiteren Behandlung ebenso rasch in ein geeignetes Herzkatheterlabor zu bringen, will man schlimmste Folgen eines Infarktes bis hin zum Tod verhindern.“

Als Ebbighausen mit dem Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung unmittelbar im Abbaugebiet zur Landung geht, sind die Besatzung eines Rettungswagens sowie die Werkfeuerwehr bereits beim Patienten, einem 56-jährigen Arbeiter im Braunkohlerevier. Gemeinsam mit den bodengebundenen Rettern versorgt die Crew von Christoph Halle den Mann, stabilisiert ihn und bereitet ihn für den Flug ins Krankenhaus Weißenfels vor.

Nur gut zehn Minuten nach dem erneuten Start kann das Team der Hallenser Luftretter den Patienten dort in der Notaufnahme des Krankenhauses übergeben. Hier veranlassen die Herzspezialisten umgehend alle weiteren Behandlungsschritte, die im Fall eines Infarktes erforderlich sind, und Christoph Halle kehrt nach erfolgreicher Beendigung des Einsatzes zur Luftrettungsstation Halle-Oppin zurück.

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