Sie sind hier

28.10.2016 | News-Bericht

Hoch hinaus und tief hinab

  • Regelmäßig trainieren die Besatzungsmitglieder von RK-1 der ARA Flugrettung den Windeneinsatz, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
    Regelmäßig trainieren die Besatzungsmitglieder von RK-1 der ARA Flugrettung den Windeneinsatz, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
  • Erstmals kam dabei der neue Bergesack zum Einsatz, der den Einsatz einfacher und noch sicherer macht.
    Erstmals kam dabei der neue Bergesack zum Einsatz, der den Einsatz einfacher und noch sicherer macht.

Regelmäßig wird er trainiert: Der Windeneinsatz. Dass dies notwendig ist, zeigen die 49 Windeneinsätze, zu denen der Notarzthubschrauber RK-1 der ARA Flugrettung im vergangenen Jahr abhob. Die Besatzung der Fresacher Station hat nun erstmals das neue Bergeverfahren angewandt, wie es auch in Reutte und der Station der DRF Luftrettung in Nürnberg zum Einsatz kommt, um künftig Drehbewegungen des Bergesackes noch besser zu unterbinden.

Bisher wurde der Bergesack beim „Aufwinchen“ vom Flugretter am Boden mittels Antirotationsleine stabilisiert. Damit wurde verhindert, dass der sog. Propeller-Effekt durch den Abwind des Hubschraubers eintritt und den Bergesack samt Patient unangenehm rotieren lässt. Nun erfolgte eine Umstellung des Bergematerials. Die neuen Säcke sind mit einem sog. Antirotationsruder ausgestattet. Mit Hilfe dieses Ruders, das am Ende des Sackes montiert ist, kann der Notarzt direkt die beginnende Drehung ausgleichen und stoppen.

Übung erforderlich

Dies erfordert zu Beginn ein wenig Übung, daher wurde das neue Verfahren sowohl theoretisch als auch praktisch intensiv geübt. Der Vormittag des ersten Trainingstages stand im Zeichen von Checkflügen. Piloten und Windenoperator waren gefordert, ihre Kenntnisse nachzuweisen. Darüber hinaus wurden Standard- und Notverfahren geübt und anschließend gemeinsam besprochen. Am Nachmittag waren die Notärzte und Flugretter an der Reihe. Am zweiten Trainingstag wurden die praktischen Verfahren mit Schwerpunkt auf dem neuen Bergematerial intensiv geübt.

Mehr Sicherheit

Für die Notärzte war der Einsatz des neuen Antirotationsruders zu Beginn zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktionierte besser als vorher angenommen. Mit dem neuen Ruder am Bergesack ist keine Antirotationsleine mehr nötig, die vom Boden aus zur Stabilisierung des Sacks genutzt wurde, was den Einsatz einfacher und noch sicherer macht. Zudem kann der Pilot künftig während des Aufwinchens direkt über der Einsatzstelle schweben und muss sich nicht mehr rückwärts versetzt positionieren, um den optimalen Winkel für die Leine zu haben. Wie auch in Nürnberg und Reutte stößt das neue System unter den Kollegen in Fresach auf breite Zustimmung.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

02.12.2014 | News-Bericht
Ende Oktober ereignete sich in den Gurktaler Alpen ein schwerer Unfall mit einem Traktor. Ein Landwirt hatte auf einer Bergwiese die Kontrolle über seine Zugmaschine samt Anhänger…