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10.04.2017 | News-Bericht

Hohe Hubschrauberdichte in Nordhausen

  • Drei Hubschrauber zur selben Zeit, das gibt es nicht oft am Südharz-Klinikum in Nordhausen.
    Drei Hubschrauber zur selben Zeit, das gibt es nicht oft am Südharz-Klinikum in Nordhausen.
  • Christoph 36 und Christoph 37 sind noch am Boden, während sich die Besatzung von Christoph Halle wieder auf den Weg macht.
    Christoph 36 und Christoph 37 sind noch am Boden, während sich die Besatzung von Christoph Halle wieder auf den Weg macht.

Man könnte meinen, an Nordhausen führe kein (Flug-)Weg vorbei. Zumindest war der Hubschrauberlandeplatz des Südharz-Klinikums am Abend des 28. März 2017 gut besucht. Mit Christoph Halle, Christoph 36 und Christoph 37 landeten dort gleich drei Hubschrauber der DRF Luftrettung kurz nacheinander und übergaben ihre Patienten den Klinikärzten zur weiteren Versorgung.

Am frühen Abend erforderte ein internistischer Notfall im Landkreis Eichsfeld den Einsatz von Christoph 37 aus Nordhausen. „Epileptischer Krampfanfall" lautete das Meldebild – wenige Augenblicke nach der Alarmierung erreichte die Crew der DRF Luftrettung den Einsatzort. Notarzt und Rettungsassistent eilten zum Patienten und versorgten ihn gemeinsam mit bodengebundenen Rettungskräften. Da bei Krampfanfällen Blutungen im Gehirn auftreten können, beschloss die medizinische Hubschrauberbesatzung, den 76 Jahre alten Mann zur Beobachtung in das Südharzklinikum zu bringen.

Wenig später traf der Hallenser Hubschrauber der DRF Luftrettung in Nordhausen ein. Die Besatzung war von der Leitstelle Mansfeld-Südharz zu einem Notfall nach Hayn alarmiert worden. Dort war eine Frau, Mitte 50, gestürzt und hatte sich Prellungen im Bereich des unteren Rückens zugezogen. Da weitere Verletzungen der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden konnten, forderte der bodengebundene Notarzt vor Ort über die Leitstelle einen Hubschrauber für den Transport in die Zielklinik an.

Als Dritter im Bunde landete kurz darauf die Magdeburger Besatzung der DRF Luftrettung am Südharz-Klinikum. Sie brachte eine 22 Jahre alte Patientin, die gestürzt war und sich an Wirbelsäule und Becken verletzt hatte. Noch am Einsatzort hatte die medizinische Hubschrauberbesatzung bei der jungen Frau aufgrund der Beckenverletzung einen Ultraschall durchgeführt, um innere Blutungen auszuschließen. Auf eine Vakuummatratze gebettet, gelangte sie an Bord von Christoph 36 innerhalb von elf Minuten nach Nordhausen.

Das Klinikum in Nordhausen wird von den Besatzungen der DRF Luftrettung häufiger angeflogen, denn es bietet unter anderem ein überregionales Traumazentrum, wo Schwerstverletzte zeitnah adäquat behandelt werden können. Darüber hinaus stehen dort mehrere Schockräume mit radiologischer Diagnostik zur Verfügung.

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