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13.12.2016 | News-Bericht

Hubschrauber aus Bad Saarow und Angermünde nach Verkehrsunfall alarmiert

  • Doppeleinsatz von Christoph 49 und Christoph 64 nach einem schweren Verkehrsunfall.
    Doppeleinsatz von Christoph 49 und Christoph 64 nach einem schweren Verkehrsunfall.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde alarmiert, nachdem es auf der Landstraße 341 zwischen Steinbeck und Brunow zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen war. Ein mit drei Personen besetzter Pkw war mit einem Pickup kollidiert. Daraufhin streifte der Pkw einen Baum, kam von der Straße ab und überschlug sich mehrfach, bis er schließlich auf einem freien Feld zum Liegen kam. Bei dem Unfall wurden drei Personen verletzt, zwei davon schwer.

Um 10:18 Uhr ging an Station der DRF Luftrettung in Bad Saarow der Alarm ein. Bereits zwei Minuten später war die Besatzung mit Pilot Holger Wolff, Notarzt Dr. Jörg Rößler und Rettungsassistentin Yvonne Baumann in der Luft und auf dem Weg zum 52 km Luftlinie entfernten Unfallort. Als die Crew dort kurz darauf eintraf, waren die Kollegen aus Angermünde mit Christoph 64 bereits vor Ort und versorgten eine 40 Jahre alte Frau, die schwere Kopfverletzungen erlitten hatte und in Lebensgefahr schwebte. Die Luftretter aus Bad Saarow übernahmen eine 47 Jahre alte Pkw-Insassin und führten weitere diagnostische Maßnahmen in einem Rettungswagen durch. „Wir haben einen sogenannten Traumacheck durchgeführt“, erklärt Yvonne Baumann. Dabei werden u.a. die Lunge abgehört, der Bauch abgetastet und die Pupillenweite geprüft Außerdem wurde die Patientin auf neurologische Ausfallerscheinungen hin untersucht. Da die Frau über sehr starke Schmerzen im unteren Rücken klagte, lag der Verdacht nahe, dass sie bei dem Unfall Wirbelfrakturen erlitten hatte. Um die Wirbelsäule zu immobilisieren, wurde sie auf eine Vakuummatratze gebettet. Diese hat den Vorteil, dass sie den Körper des Patienten fest umschließt, sodass sich eventuelle Frakturen nicht verschieben und möglicherweise das Rückenmark verletzen können.

Im Hubschrauber wurde die Patientin an den Überwachungsmonitor angeschlossen, der permanent ihre Vitalwerte wie Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung anzeigt. So konnte die medizinische Besatzung den Zustand der Frau während des Transports in das Klinikum Berlin-Buch am Monitor verfolgen und hätte bei einer eventuellen Verschlechterung sofort lebensrettende Maßnahmen ergreifen können.  Nach wenigen Flugminuten landete Holger Wolff die rot-weiß lackierte EC 135 auf dem Dachlandeplatz des Klinikums, wo die Patientin bereits erwartet und in den Schockraum gebracht wurde.

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