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03.06.2016 | News-Bericht

Hubschraubernotarzt wird zum Patienten

  • Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf dem Flug zum Einsatzort (Symbolbild).
    Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf dem Flug zum Einsatzort (Symbolbild).

Am einen Tag als Notarzt auf Christoph 37 in Dienst, am nächsten als Patient auf der Trage des Hubschraubers – diesen unfreiwilligen Perspektivwechsel erlebte ein Kollege von Pilot Marco Cramme Anfang der Woche. „Wir waren schon verblüfft, als sich herausstellte, dass der Patient, zu dem wir am Montag gerufen wurden, unser Kollege war“, schildert Cramme die Überraschung der Crew. „Am Tag vorher hatte er noch hinten im Hubschrauber gesessen und zusammen mit dem Rettungsassistenten Patienten versorgt.“

Der Notarzt hatte sich bei Umbauarbeiten schwer am Arm verletzt und den Rettungsdienst gerufen. Die Leitstelle im Landkreis Eichsfeld alarmierte einen Rettungswagen und die Besatzung des in Nordhausen stationierten Rettungshubschraubers der DRF Luftrettung. Der Einsatz war der fünfte des Tages, wie immer waren Pilot, Notarzt  und Rettungsassistent in weniger als zwei Minuten in der Luft und kurze Zeit später am Einsatzort.

„Es war schon sehr seltsam, einen Rettungseinsatz von Christoph 37 sozusagen von der anderen Seite aus mitzuerleben“, beschreibt der Notarzt seine Eindrücke. Normalerweise bin ich derjenige, der im Hubschrauber an der Seite des Patienten sitzt, ihn überwacht und beruhigt. Jetzt von der Trage aus an die Decke der Maschine zu schauen und selbst versorgt zu werden war eine neue und sehr spezielle Erfahrung. Ich kann jetzt noch besser die Sorgen und Ängste unserer Patienten nachfühlen.“

Er wurde an Bord „seines“ Hubschraubers in das Universitätsklinikum Göttingen geflogen und dort operiert. Marco Cramme sagt: „Wir wünschen ihm alles Gute und drücken die Daumen, dass er schnell gesund wird und wieder auf dem Notarztsitz von Christoph 37 Platz nehmen kann!“

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