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06.09.2017 | News-Bericht

Im Führerhaus eingeklemmt

  • Steht von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang bereit, 365 Tage im Jahr: Christoph 49, der am Helios Klinikum Bad Saarow stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung.
    Steht von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang bereit, 365 Tage im Jahr: Christoph 49, der am Helios Klinikum Bad Saarow stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung.

Ende August auf der Autobahn 13: Eine „Wanderbaustelle" behindert den Verkehrsfluss. Die PKW und LKW werden rechts am Engpass vorbeigeleitet und nutzen dabei den Standstreifen mit. Als der Verkehr stockt und alle Kraftfahrer abbremsen müssen, gelingt es einem 46-jährigen Lkw-Fahrer nicht mehr, rechtzeitig anzuhalten. Zwar versucht er zusätzlich zum Bremsmanöver, stark nach rechts auszuweichen – mit der linken Seite seines Führerhauses fährt er dennoch auf einen vor ihm bereits zum Stillstand gekommenen Lastwagen auf. Er wird beim Aufprall schwer verletzt.

„Die Rettungsleitstelle hat uns sofort alarmiert, nachdem die Meldung des Unglück eingegangen war", berichtet Pilot Holger Wolff, der mit Notarzt Prof. Dr. Olaf Schedler und Rettungsassistentin Yvonne Baumann daraufhin unverzüglich von der Luftrettungsstation Bad Saarow abhebt. „Über Funk bekamen wir die Information, dass der LKW-Fahrer eingeklemmt sei", schildert Wolff. Nach wenigen Minuten Flugzeit mit der rot-weißen EC 135 geht das Team der DRF Luftrettung auf der von der ebenfalls alarmierten Feuerwehr abgesperrten, vierspurigen Autobahn unmittelbar neben der Unfallstelle zur Landung.

„Unser Notarzt hat sich gleich um den LKW-Fahrer gekümmert, den die Feuerwehrleute aus seinem Führerhaus befreien mussten. Er wurde bei dem Unfall erheblich verletzt: Sein linker Unterschenkel war teilamputiert, auch die Arterie wurde beim Zusammenstoß mit dem stehenden Lastwagen verletzt", so Holger Wolff. „Daneben hatte sich der Verunglückte eine Unterschenkel- und eine Beckenfraktur zugezogen, hinzu kamen etliche Schnittwunden an Arm, Bein und Kopf."

Notarzt Prof. Dr. Olaf Schedler entscheidet nach der Erstversorgung des Patienten, ihn so schnell wie möglich in ein Krankenhaus der Maximalversorgung zu bringen. Dort sollen neben der weiteren Behandlung der bereits festgestellten und notärztlich versorgten Verletzungen unbedingt zusätzliche Abklärungen stattfinden: „Bei den Energien, die bei einem solchen Aufprall auf den Körper einwirken, können gefährliche innere Verletzungen auftreten", erläutert Holger Wolff. Die Besatzung von Christoph 49 lädt den Patienten in den Hubschrauber und bringt ihn mit dem schnellen Rettungsmittel ins Klinikum Bad Saarow. Aufgrund der hohen Einsatzgeschwindigkeit von 220 Stundenkilometern benötigt der Hubschrauber der DRF Luftrettung nur zwölf Minuten, ehe Pilot Wolff am Krankhaus landet und die medizinische Besatzung des Hubschraubers den verunglückten LKW-Fahrer an die bereitstehenden Klinikärzte zu weiteren Versorgung übergeben kann.

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