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21.09.2017 | News-Bericht

Im Schlick steckengeblieben

  • Gerade noch rechtzeitig konnte die Niebüller Besatzung der DRF Luftrettung den Wattwanderer retten. Er litt unter Brustschmerzen und war völlig erschöpft. Symbolbild.
    Gerade noch rechtzeitig konnte die Niebüller Besatzung der DRF Luftrettung den Wattwanderer retten. Er litt unter Brustschmerzen und war völlig erschöpft. Symbolbild.

Er wollte den Weg zum Festland nur mit einer Wattwanderung verbinden, doch die Strecke wurde für einen 76-jährigen Besucher der Hallig Habel im schleswig-holsteinischen Nordfriesland zu einem unerwarteten Unglück. Als der Mann sich auf den Weg von der Hallig nach Ockholm machte, watete er bei ablaufendem Wasser durch das Schlickwatt, unterschätzte aber die Festigkeit des Untergrundes. Auf halber Höhe seiner Route sank der Wanderer plötzlich ein und steckte bis zum Oberschenkel fest.

Zwar versuchte der hilflose Mann, sich durch eigene Anstrengung aus dem Schlamm zu befreien, doch wurde er durch die Bewegungen nur noch tiefer hinabgezogen. In seiner aussichtslosen Lage gelang es dem Wattwanderer aber, sein Mobiltelefon aus der Jacke hervorzuziehen und einen Notruf abzusetzen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gezeitenzone bereits verändert und die beginnende Flut eingesetzt. Umgehend forderte die Rettungsleitstelle daraufhin Christoph Europa 5 an. „Durch das auflaufende Wasser hätte niemand an den Unglücksort gelangen können, eine Rettung vom Landweg war ausgeschlossen und ein Schiff wäre auch nicht herangekommen. Unser Hubschrauber war die einzige Möglichkeit", erklärt Notfallsanitäter Carsten Dummann. Er war mit Pilot Karl-Heinz Heitmüller und Hubschraubernotarzt Dr. Michael Mönk dem Unglücksopfer mittels der BK 117 zur Hilfe gekommen.

Als Christoph Europa 5 nur fünf Minuten nach der Alarmierung im Watt eintraf, musste die Crew sofort handeln: Pilot Heitmüller manövrierte den Hubschrauber in greifbare Nähe des Patienten hinunter und behielt im Schwebeflug Position und Höhe bei. So konnten Dummann und Mönk das mittlerweile völlig erschöpfte Unglücksopfer mit eigener Kraft in die Maschine ziehen. Der 76-Jährige war zu diesem Zeitpunkt bereits unterkühlt und klagte über Schmerzen im Brustbereich. Umgehend wurde der Patient in das Klinikum in Niebüll geflogen und noch auf dem Weg dorthin medizinisch versorgt.

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