30.04.2019 | News-Bericht

Infarktpatient nach nur fünf Minuten in der Klinik

  • Schneller Transport eines Herzinfarktpatienten an Bord von Christoph 51.
    Schneller Transport eines Herzinfarktpatienten an Bord von Christoph 51.

Als ein 47-Jähriger vor zwei Tagen Brustschmerzen verspürt und deswegen in Schmiden zum Hausarzt geht, stellt dieser einen Herzinfarkt fest. Der Mann muss schnellstmöglich in ein Krankenhaus, und das in Begleitung eines Notarztes, der den Patienten unterwegs versorgen und auf alle eventuellen Veränderungen seines Zustands reagieren kann. Die Integrierte Leitstelle Rems Murr fordert deshalb die DRF Luftrettung in Stuttgart an. Das dort beheimatete Team von Christoph 51 besteht immer aus einem Piloten, einem Notfallsanitäter – und eben einem Notarzt.

Zudem ist die rot-weiße EC 145 der gemeinnützigen Organisation das schnellste aller Rettungsmittel – was im Fall des 47-Jährigen zu einem entscheidenden Vorteil für ihn wird: Der als erstes an der Hausarztpraxis eintreffende Rettungswagen hätte 20 Minuten gebraucht, um das Herzinfarktopfer ins nächste Krankenhaus fahren zu können. Für Christoph 51 ist die Distanz in nur fünf Minuten zu überwinden.

Pilot Thomas Roth hat den Hubschrauber in unmittelbarer Nähe zur Arztpraxis auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg inmitten herrlich gelb leuchtender Rapsfelder im zu Fellbach gehörenden Stadtteil Schmieden landen können. Dorthin bringen Notarzt Prof. Dr. Götz Geldner und Notfallsanitäter Tilmann Heger den Patienten gemeinsam mit den Kollegen vom Rettungswagen, laden ihn umgehend in ihren Hubschrauber ein und fliegen ihn in die Rems-Murr-Klinken in Winnenden.

Dort wird der Infarkt des Mannes sofort nach der Landung von Christoph 51 weiter behandelt.

Die Dauer zwischen dem Ereignis und dem Beginn der Behandlung ist mit ausschlaggebend für das Ausmaß der Folgen eines Herzinfarktes, weswegen die Heilungschancen umso größer sind, je eher ein Patient in der Klinik ankommt.

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