10.06.2020 | News-Bericht

Innenminister Pistorius besucht DRF Luftrettung

  • Dr. Krystian Pracz (links), Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, begrüßt Innenminister Boris Pistorius (2 v.l.) sowie Jochen Ramakers (2 v.r.), Vorstandsvorsitzender der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank.
    Dr. Krystian Pracz (links), Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, begrüßt Innenminister Boris Pistorius (2 v.l.) sowie Jochen Ramakers (2 v.r.), Vorstandsvorsitzender der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank.
  • Die Crew von Christoph Niedersachsen demonstriert das Einladen des EpiShuttle am Hubschrauber.
    Die Crew von Christoph Niedersachsen demonstriert das Einladen des EpiShuttle am Hubschrauber.
  • Blick nach außen: Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden.
    Blick nach außen: Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden.

Christoph Niedersachsen mit spezieller Isoliertrage im Einsatz

Als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung wird „Christoph Niedersachsen“ mit einem EpiShuttle, einer speziellen Isolationstrage, ausgestattet. Für einen geübten und sicheren Umgang mit dem System erhielten die medizinischen Besatzungen der Station in den vergangenen Tagen eine ausführliche Einweisung und Trainings.

Zum Schutz von Patienten und Crews wird der rund um die Uhr einsatzbereite Intensivtransporthubschrauber „Christoph Niedersachsen“, der am Flughafen Hannover stationiert ist, als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einem EpiShuttle ausgestattet. „Unser Ziel ist es, mit den weiter verfügbaren EpiShuttle eine möglichst flächendeckende Verteilung innerhalb Deutschlands zu erreichen, um insbesondere im Fall eines erneuten Anstiegs der Corona Infiziertenzahlen eine bundesweite Abdeckung vorzuweisen. Daher sind wir sehr froh, die EpiShuttle frühzeitig angeschafft zu haben, denn so sind wir für den Ernstfall bestmöglich ausgerüstet“, erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Die Trage schützt im Allgemeinen die Patienten und die Hannoveraner Luftretter während des Einsatzes in hoch infektiösen Situationen optimal. Darüber hinaus ist die aufwändige Desinfektion des Hubschrauberinnenraums nach Einsätzen mit infektiösen Patienten nicht notwendig, die Besatzungen sparen wertvolle Zeit und der Hubschrauber steht schnell wieder zur Verfügung.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat sich heute selbst einen Eindruck verschafft und begrüßt die Einführung der Isoliertrage: „Die Corona-Pandemie hat uns auf drastische Weise noch einmal mehr klar gemacht, wie wichtig eine bestmögliche Ausstattung im medizinischen Bereich ist. Dabei ist ein elementarer Baustein, dass unsere Rettungskräfte und das gesamte medizinische Personal vor Infektionen geschützt werden. Genau das ist der Zweck des EpiShuttle: schnellstmögliche Rettung der Patientinnen und Patienten bei gleichzeitig maximalem Schutz der Rettungskräfte! Dass dadurch auch noch für die Rettung potentiell lebensgefährlich verletzter oder kranker Menschen Zeit gespart wird, rundet das positive Bild ab.

Alles in allem also eine echte Erleichterung für die eingesetzten Kräfte und ein weiterer wichtiger Schritt, um den Schutz von infizierten Patientinnen und Patienten sowie die Sicherheit der Crew zu erhöhen.“

Das innovative EpiShuttle erlaubt es, Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten wie in einer Isolierstation zu transportieren: Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. Die Isoliertragen stehen auch nach der aktuellen Pandemie zur Verfügung und verbessern somit nachhaltig das Gesundheitssystem durch ein erweitertes Einsatzspektrum. So können die EpiShuttle zukünftig auch bei anderen Infektionen, z.B. bei möglichen Influenzawellen, zum Einsatz kommen. Die medizinischen Besatzungen der Stationen wurden im Vorfeld eingehend mit dem System vertraut gemacht, unter anderem durch ein umfangreiches Einsatzkonzept, das unterschiedlichste Szenarien berücksichtigt. Somit sind die Crews in der Lage, bei entsprechender Indikation, Transporte mit dem EpiShuttle nach höchsten Sicherheitsstandards durchzuführen. Die Kosten für ein EpiShuttle liegen derzeit bei 40.000 Euro.

Die Kosten für das EpiShuttle in Höhe von circa 40.000 Euro übernehmen zu einem Viertel die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und die Stiftung Hannoversche Volksbank. Die Wichtigkeit des EpiShuttles für die Region Hannover unterstreichen Jochen Ramakers, Vorstandsvorsitzender der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank bei der offiziellen Inbetriebnahme vor Ort. Aus Sicht beider genossenschaftlicher Institute ist die Anschaffung eine gute Investition in die Gesundheitsprävention aller Menschen in Niedersachsen.

Die Station zum Beitrag:

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

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Mehr zur Station:

Gruppenbild mit Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung (3.vl), Minister Boris Pistorius (4.vl), und Prof. Dr. Benno Ure, von der Medizinischen Hochschule Hannover (5.vl) und der Besatzung von Christoph Niedersachsen (außen).
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