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09.09.2015 | News-Bericht

Inseltrip endet mit Krampfanfall

Mitten im Steinhuder Meer (Niedersachsen) liegt die Seefestung Wilhelmstein, die im 18. Jahrhundert durch Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe erbaut wurde. Heute ist die 1,25 ha große, künstlich angelegte Insel ein beliebtes Ausflugsziel und nur per Boot erreichbar. Für einen 50 Jahre alten Besucher nahm der Inseltrip letzte Woche eine ungeahnte Wendung. Er erlitt am frühen Mittag einen Krampfanfall und benötigte schnell notärztliche Hilfe. Die Regionsleitstelle Hannover alarmierte um 11:28 Uhr den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus Hannover als alleiniges Rettungsmittel auf die Insel. Kurz darauf traf die Besatzung mit Pilot Udo Laux, Notarzt Dr. Christian Sommer und Rettungsassistent Jochen Braun auf Wilhelmstein ein. Die Landung bei böigem Westwind erforderte die volle Konzentration des Piloten: „Eine Wiese bot als einzig freie Fläche die ausreichende Größe für eine Hubschrauberlandung“, berichtet Udo Laux. Der Patient war mittlerweile von Helfern in ein Gebäude gebracht worden. Er war ansprechbar, mäßig orientiert und verwirrt aufgrund des Geschehnisses. An seinen Krampfanfall konnte er sich nicht erinnern. Der Mann wurde von Hubschraubernotarzt Dr. Christian Sommer und Rettungsassistent Jochen Braun eingehend untersucht. „Ein ‚normaler’ Krampfanfall dauert zwischen 30 und 120 Sekunden und kann die verschiedensten Gründe haben. Eine Reizüberflutung oder eine Hyperventilation (Störung der Atemregulation) kann einen Krampfanfall auslösen, ebenso Schlafentzug, eine Hirnhautentzündung oder ein Hirntumor. Daher ist es wichtig, die Ursache so schnell wie möglich in einer Klinik abzuklären“, erläutert der Rettungsassistent. Nach nur neun Flugminuten landete Pilot Udo Laux den Hubschrauber der DRF Luftrettung am KRH Klinikum Nordstadt in Hannover. „Das Klinikum verfügt über eine Spezialklinik für Neurologie, dort erhielt der Patient die für ihn erforderliche Diagnostik und Therapie“, erklärte Jochen Braun die Wahl der Zielklinik. Nach der Patientenübergabe meldete sich die Crew wieder einsatzbereit und kehrte zurück zur Station am Flughafen Hannover.

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