15.01.2018 | News-Bericht

Jugendlicher erleidet Verletzungen durch Silvesterkracher

  • Der schwerstverletzte Jugendliche musste in einem hochspezialisierten Zentrum versorgt werden. Die Nürnberger Crew der DRF Luftrettung flog ihn durch die Dunkelheit nach München Bogenhausen. Symbolbild.
    Der schwerstverletzte Jugendliche musste in einem hochspezialisierten Zentrum versorgt werden. Die Nürnberger Crew der DRF Luftrettung flog ihn durch die Dunkelheit nach München Bogenhausen. Symbolbild.

Viele Kinder und Jugendliche halten kurz nach Silvester gerne nach nicht explodierten Böllern Ausschau. Wie gefährlich das werden kann, erlebte die Crew von Christoph Nürnberg wenige Tage nach dem Jahreswechsel: Ein 13-Jähriger war mit seinen Kumpels in der Nürnberger Südstadt auf der Suche nach den Knallkörpern und wurde prompt fündig. Als er im Beisein seiner Freunde einen Kracher anzündete, entwickelte sich das Vergnügen sogleich zu einem Unglück. Der Böller explodierte noch in seiner Hand.

Seine Begleiter zogen sich überwiegend nur leichte Verletzungen zu, mussten aber dennoch mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gefahren werden. Am schlimmsten stand es allerdings um den 13-Jährigen. Er hatte nicht nur Verletzungen beider Augen sowie Verbrennungen im Gesicht, an den Armen und am Brustkorb erlitten, sondern auch schwerste Wunden an den Händen durch die Detonation. Unverzüglich brachten bodengebundener Notarzt und Rettungsdienst den Jungen in das Klinikum Nürnberg Süd.

Dort stellen die Ärzte im Schockraum fest, dass der Jugendliche schnellstmöglich operiert werden musste. „Die Ärzte standen hier vor einer besonderen Herausforderung“, berichtet Alexander Schuricht, Leitender Notfallsanitäter von Christoph Nürnberg. „Schwere Verbrennungen, eine Amputationsverletzungen an der Hand und Patienten im Kindesalter erfordern jeweils für sich genommen schon eine hohe Spezialisierung in der Versorgung. Ein Junge mit derart schweren Verletzungen musste also in einem besonders geeigneten Zentrum behandelt werden. Daher fiel die Entscheidung, ihn an Bord von Christoph Nürnberg nach München Bogenhausen zu fliegen.“ Zusammen mit den Piloten Raphael Reisch und Maik Rosenbaum sowie Hubschraubernotärztin Dr. Katja Kasper brach er nach der Alarmierung unverzüglich zum Südklinikum auf, um den Verunglückten dort abzuholen.

„Als wir im Südklinikum ankamen, haben wir den Patienten gleich im Schockraum übernommen. Er war durch Verbände und Schmerzmittel gut vorversorgt“, schildert der Notfallsanitäter. Nachdem der 13-Jährige von der Crew in die rot-weiße H 145 der DRF Luftrettung geladen wurde, hob Christoph Nürnberg umgehend wieder ab. „Zum Glück bekam der Junge durch die starken Schmerzmittel nicht so viel von dem Geschehen mit“, erinnert sich Schuricht an das Unglücksopfer. Bald darauf erreichte die Besatzung das Klinikum in der bayerischen Landeshauptstadt, in dem die notwendig erforderliche Behandlung der Hand-, Augen- und Verbrennungsverletzungen sogleich durchgeführt werden konnte.

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