08.06.2018 | News-Bericht

Junge von Lkw mitgeschleift

  • Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle, weil LKW-Fahrer beim Abbiegen Radler übersehen. So auch kürzlich in Rüderesdorf, als ein Junge schnelle Hilfe aus der Luft benötigte. Symbolbild.
    Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle, weil LKW-Fahrer beim Abbiegen Radler übersehen. So auch kürzlich in Rüderesdorf, als ein Junge schnelle Hilfe aus der Luft benötigte. Symbolbild.

„Verkehrsunfall, Kind unter dem Lkw eingeklemmt“, lautete die Alarmierung der Leitstelle Oderland, die um 15.41 Uhr auf der Station Bad Saarow der DRF Luftrettung einging. In Rüdersdorf bei Berlin habe ein Lastwagen an einer Ampelkreuzung einen siebenjährigen Fahrradfahrer erfasst. Sofort machten sich Pilot Holger Wolff, Notärztin Dr. Jasmin Steier und Notfallsanitäter Ronald Müller mit Christoph 49 auf den Weg ins 26 Kilometer nordwestlich gelegene Rüdersdorf.  

Eine weite Strecke zum Unfallort hatte das medizinische Team nach der Landung nicht zurückzulegen: „Ich habe die Maschine direkt neben der Ampel aufgesetzt“, berichtet Pilot Wolff. So konnten Dr. Jasmin Steier und Ronald Müller direkt bei dem kleinen Patienten sein, der bereits in einem Rettungswagen erstversorgt wurde. „Beim Abbiegen hat der Lkw den Jungen auf dessen BMX-Rad erfasst und etwa vier Meter mitgeschleift, wie uns Polizei und Feuerwehr berichteten“, skizziert Holger Wolff die der Ankunft von Christoph 49 vorangegangen Geschehnisse. Die örtliche Feuerwehr befreite den Verunglückten mittels Hebetechnik aus dem Bereich unter der Vorderachse.  

„Das Kind hatte wirklich gravierende Verletzungen am Becken und an den Beinen“, erinnert sich Pilot Wolff an den Unfall. Die Hubschraubernotärztin stellte schnell fest, dass der Junge eine Hauttransplantation in einem dazu geeigneten Krankenhaus benötigte. So wurde das Kind rasch in die rot-weiße EC 135 geladen und Holger Wolff nahm Kurs auf das Helios-Klinikum Berlin Buch. „Für den Transport setzten die Kollegen den Patienten wegen seiner starken Schmerzen unter Narkose, zudem wurde er intubiert“, erklärt der Pilot. Zehn Minuten später traf Christoph 49 an der Zielklinik ein, wo das junge Unfallopfer dem Fachpersonal zur weiteren Versorgung übergeben wurde.

 

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