06.03.2019 | News-Bericht

Junger Autofahrer wird lebensgefährlich verletzt

  • Einsatz für die Angermünder Luftretter: Der Fahrer dieses Pkw erleidet lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen. Die Hubschrauber-Crew fliegt ihn in eine Spezialklinik nach Eberswalde.
    Einsatz für die Angermünder Luftretter: Der Fahrer dieses Pkw erleidet lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen. Die Hubschrauber-Crew fliegt ihn in eine Spezialklinik nach Eberswalde.

Ein früher Einsatz führte Christoph 64 vor wenigen Tagen nach Templin. Im Ortsteil Vietmannsdorf, gelegen im idyllischen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, trug sich an jenem Morgen ein schlimmer Verkehrsunfall zu: Ein junger Mann befuhr mit seinem Pkw eine Landesstraße, als er plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abgeriet. Der Wagen streifte einen Baum, überschlug sich mehrfach und kam schließlich auf der Beifahrerseite zum Liegen. Der junge Mann, der in seinem Pkw eingeklemmt wurde, erlitt schwere Verletzungen.

Umgehend verständigte die Integrierte Leitstelle NordOst in Eberswalde die Angermünder Crew der DRF Luftrettung und entsandte sie zum Unglücksort. Sofort flogen Pilot Björn Langner, Hubschraubernotarzt Tobias Baier und Notfallsanitäter Eik Meißner los. Wenige Minuten später traf das Team über der Unfallstelle ein, und Langner landete die rot-weiße EC 135 der DRF Luftrettung auf einem angrenzenden Feld. Ein bodengebundener Notarzt, eine Rettungswagenbesatzung und die Feuerwehr waren schon zugegen. Um den eingeklemmten Fahrer zu befreien, öffneten die Wehrkräfte mit hydraulischem Gerät das Dach des Autowracks.

Gemeinsam mit ihren bodengebundenen Kollegen versorgten Tobias Baier und Eik Meißner den jungen Fahrer. „Es war eine sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte“, erinnert sich Björn Langner an den Ablauf. Der Patient habe bei dem Unfall lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen („Polytrauma“) erlitten. Ein Hochrasanztrauma, mehrere Frakturen der Extremitäten und ein Thoraxtrauma konnten vorläufig diagnostiziert werden. Mit dem mobilen Ultraschallgerät der DRF Luftrettung suchte die medizinische Crew von Christoph 64 den Körper des Mannes auch auf freie Flüssigkeiten ab. „So konnten innere Verletzungen noch an der Einsatzstelle ausgeschlossen werden“, berichtet Pilot Langner.

Nachdem der Kreislauf des unglücklichen Fahrers stabilisiert war, lud das Team ihn in den rot-weißen Hubschrauber ein und flog ihn zum Werner-Forßmann-Krankenhaus nach Eberswalde. Nach nur zehn Minuten in der als regionales Traumazentrum zertifizierten Klinik angekommen, übergaben Tobias Baier und Eik Meißner den Schwerverletzten zur weiteren Versorgung an die bereitstehenden Ärzte im Schockraum. Die uckermärkischen Luftretter kehrten daraufhin allerdings noch nicht zu ihrer Angermünder Station zurück. Kurz nach der Übergabe ihres Patienten wurden sie direkt weiter zu einer Kindertagesstätte beordert, um sich um ein nicht ansprechbares Kind zu kümmern.

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Mehr zur Station:

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